Neues von der KESB-Front

Aufopfernd pflegt Herr F.* seine Frau. Er macht alles richtig. Eine anonyme Gefährdungsmeldung aber setzt dem ein Ende und kostete ihn 30'000 Franken.

von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld

Frau F.* ist dement und pflegebedürftig. Herr F., selbst auch nicht mehr der Jüngste, pflegt seine Frau liebevoll und aufopfernd. Anfang 2017 geht bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde eine anonyme Gefährdungsmeldung ein. Frau F. sei verwahrlost und ihr Ehemann nicht in der Lage, sie adäquat zu pflegen.

Hausbesuch mit Polizei

Erst drei Monate später führt die KESB – sekundiert von zwei bewaffneten Polizisten – einen unangemeldeten Hausbesuch durch. Herr F. wird gezwungen, einer Begutachtung seiner Ehefrau im Kantonsspital zuzustimmen, ansonsten würde ihm sein Mandat als Vorsorgebeauftragter entzogen. Diese Begutachtung empfindet Herr F. als demütigend. Der Gutachter habe Herrn F. wiederholt gedroht: «Wenn Sie nicht kooperieren, werde ich einen Brief schreiben, dass Sie ihre Frau nie mehr sehen werden.»

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29.11.2017 | 1533 Aufrufe