Während mehr als zwanzig Jahren kam die Armee in der Schweiz sträflich zu kurz. In den Neunzigern schwärmte Bundesbern, wir seien «nur noch von Freunden umzingelt» – und kürzte das Armeebudget verantwortungslos.

Kommentar «Spalte rechts», Ausgabe vom 24. November 2017

Als einige allmählich aus diesem Wahn zu erwachen schienen, setzte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf – von der Linken in den Bundesrat gewählt und im Amt, da ohne Hausmacht, auf Gedeih und Verderb von der Linken abhängig und deshalb dieser stur zudienend – die Aushungerungspolitik der Landesverteidigung gegenüber genossenkonform fort.

Dass solche Politik nicht folgenlos bleiben kann, wurde schon damals ausgesprochen. Jetzt wird die Rechnung für den klar ausgewiesenen Nachholbedarf präsentiert. Das hindert Polemiker – Feinde glaubwürdiger Landesverteidigung, Gegner einer eigenständigen Schweiz – erwartungsgemäss nicht daran, hemmungslos auf die angemeldeten acht Milliarden zur Erneuerung unserer in absehbarer Frist mit den heutigen Flugzeugen nicht mehr einsatzfähigen Luftwaffe einzuprügeln.

Es geht nicht um «Armee gegen Bildung», um «Armee gegen AHV», um «Armee gegen SBB». Es geht um Lufthoheit. Ohne gesicherte Kontrolle des eigenen Luftraums kann eine Armee am Boden nicht bedrohungsgerecht operieren. Es geht also um eigenständige Landesverteidigung, um Sicherheit, Freiheit und Unabhängigkeit der Schweiz.

Wer – wie neulich wieder einmal der Zürcher Tages-Anzeiger – verbal skrupellos gegen die acht Milliarden lästert, dabei aber ausklammert, dass sich dieser Betrag auf nahezu ein Jahrzehnt verteilt, der will dieser Schweiz existenzbedrohenden Schaden zufügen. Mit dem Ziel, sie ihrer Eigenständigkeit zu berauben. Dies zumal dann, wenn er gleichzeitig jede Information darüber verweigert, was uns die verfassungswidrige Hintertreibung des Volksentscheids gegen die Masseneinwanderung kostet: Für Unterkunft, Ernährung, Gesundheit, Betreuungsapparat, Polizei, Justiz, Gefängnisaufenthalte, Bildung, Sozialhilfe, Familiennachzug usw., usw. Die Gesamtkosten dafür werden wohl etwa das Doppelte der kritisierten acht Milliarden betragen – aber nicht pro Jahrzehnt, jedes Jahr!

Auch wer Informationen gezielt unterschlägt, verbreitet freiheitsschädigende Unwahrheit. Selbst wenn er noch so oft zu behaupten beliebt, «fake news» würden bloss von Russland in die Welt gesetzt.

Ulrich Schlüer

29.11.2017 | 894 Aufrufe