Bürokratische Exzesse gefährden Lehrlingswesen

Wegen der «Bildungsreform» sind die Lehrlinge beim Antritt der Lehre oft noch nicht 16-jährig. Darum wurde das Schutzalter für «gefährliche Arbeiten» von 16 auf 15 Jahre gesenkt. Unser Lehrlingswesen droht in der Bürokratie zu ersticken.

von Paul Mayer, Unternehmer, Inhaber PAMAG Metallbau AG, Marthalen ZH

Ein zehn Zentimeter dicker Papierstapel liegt vor mir: Vorschriften, Reglemente und haufenweise Checklisten der SUVA für Lehrlinge im Bereich Metallbau, die mehr Sicherheit gewährleisten sollen. Da geht es um «Atemschutzmasken gegen Stäube» auf 8 Seiten, um «Schweissen und Schneiden» auf 36 Seiten, um «Chemikalien im Baugewerbe» auf 20 Seiten, um die Lerneinheit «Anschlagen» (anbinden) von Lasten auf 12 Seiten, um die «Wahl der Anschlagmittel» auf 20 Seiten, oder um «Acht lebenswichtige Regeln für das Arbeiten mit Anseilschutz» auf 10 Seiten.

Dazu kommen zahllose Checklisten wie «Augenschutz in der Metallbranche», «CNC-Maschine zum Bohren, Drehen und Fräsen (Bearbeitungscenter)», «Krane in Industrie und Gewerbe», «Rollgerüste», «Transport und Lagerung von Blechen», «Metallbandsäge», «Transport und Lagerung von Eisenstangen und Formstahl», «Gabelstapler mit Fahrersitz», «Hautschutz bei der Arbeit», «Schweissen, Schneiden, Löten und Wärmen (Flammenverfahren)».

(...)

Lesen Sie den ganzen Artikel in der aktuellen «Schweizerzeit»: Hier einloggen und lesen

Noch nicht Abonnent? Informieren Sie sich über unsere günstigen Abo-Varianten: www.schweizerzeit.ch/abo

13.04.2018 | 5817 Aufrufe