Türkei: Politischer Kurswechsel auch wirtschaftlich dringend nötig

Die Türkei steckt am Anfang einer tiefen wirtschaftlichen Krise, die sich in einer massiven Abwertung der türkischen Lira und rekordhohen Zinsen von rund 20 Prozent für die zehnjährigen Staatsanleihen manifestiert.

von Hans Kaufmann, alt Nationalrat, Wettswil am Albis ZH

Noch bis ins erste Quartal 2018 verzeichnete das Land ein auch im internationalen Vergleich respektables Wirtschaftswachstum. Aber der jahrelange wirtschaftliche Höhenflug scheint nun ein abruptes Ende zu finden. Grund dafür ist der politische Kurswechsel des Landes, der vor allem von den USA nicht goutiert wird. Es geht nicht in erster Linie um Menschenrechte oder die Freilassung des inhaftierten US-Pastors Andrew Brunson, sondern um die Verbrüderung der Türkei mit Russland im Syrien-Krieg gegen die USA. Dazu kommt der Kauf eines russischen S-400 Raketenabwehrsystems für rund 2,5 Milliarden Dollar. Diese Annäherung an Russland erscheint für ein NATO-Land problematisch und wird von den Amerikanern nicht tel quel toleriert.

Vom markanten wirtschaftlichen Aufschwung …

Der politische Kurswechsel trägt die Handschrift von Präsident Recep Erdogan. Seine Partei, die AKP, kam 2002, er selbst 2003 nach der schwersten Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg, an die Macht. Seither erlebte die Türkei ein markantes Wachstum von 5,7 Prozent pro Jahr, deutlich mehr als die 3,9 Prozent zwischen 1980 bis zur Machtübernahme. Innerhalb der Regierungszeit der AKP nahm das Bruttoinlandprodukt BIP um 130 Prozent zu.

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13.09.2018 | 1679 Aufrufe