Menschlichkeit statt «Verwendbarkeit» als Ziel

hf. Die heutige Schul- und Bildungspolitik geht in eine fragwürdige Richtung. Um den angeblichen Ansprüchen einer globalisierten Welt zu genügen, verlangen Bildungsfunktionäre «spezialisierte, spezifische Fachkompetenzen». Arthur Brühlmeier plädiert demgegenüber für eine Bildung im Geiste Pestalozzis – für eine Schule im Geist der menschlichen Natur.

von Dr. Arthur Brühlmeier, emeritierter Dozent für Pädagogik, Psychologie und Didaktik, Oberrohrdorf AG

Die wegweisenden Voraussetzungen und Ziele der heutigen Bildungspolitik finden sich prägnant formuliert im «Weissbuch der Akademien der Wissenschaften Schweiz» unter dem Titel «Zukunft Bildung Schweiz – Anforderungen an das schweizerische Bildungssystem 2030». Als richtungweisend für die Bildung gelten die von internationalen Gremien festgestellten Trends, die sich ihrerseits aus den Ansprüchen der künftigen Gesellschaft, speziell der globalisierten Wirtschaft, ableiten.

Das «Weissbuch» besagt folgendes: Da Bildung «unser wichtigster Rohstoff» ist und «die Gesellschaft des Jahres 2030 spezialisiertes Wissen und damit spezifische Fachkompetenzen verlangt», können wir ökonomisch und technisch nur Schritt halten, wenn beispielsweise 70 Prozent eines Jahrgangs mit 18 Jahren über einen Abschluss auf Hochschul-, Fachhochschul- oder höherem Berufsbildungsniveau verfügen. Weil «die Arbeitsprozesse hoch arbeitsteilig» sind, sind «Sozial-
kompetenz sowie breite Grundkenntnisse für die Lösung qualifizierter Aufgaben unabdingbar».

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22.02.2018 | 1544 Aufrufe