Acht Fragen an Alain Pichard

Bildungstheoretiker, Bildungswissenschafter und Politiker verordnen der anhaltenden Schul-Reformitis immer höheres Tempo. Erfahrene Lehrer warnen: Hektik nützt der Schule nichts.

Die «Schweizerzeit» hat den schweizweit bekannten Bieler Lehrer Alain Pichard um seine Meinung zur Schul-Reformits befragt. Die Öffentlichkeit wurde auf Pichard aufmerksam, weil er im Schulalltag bewiesen hat, wie auch mit «schwierigen» Schülerinnen und Schülern Schulerfolg erreicht werden kann.

 «Schweizerzeit»: Herr Pichard, Sie begleiten seit Jahrzehnten die anhaltende Reformitis der Schweizer Volksschule als Kritiker und Warner. Nachdem die Kritik die Reformer nicht bremsen konnte, präsentieren sich die «Erfolge» dieser ungebremsten Reformpolitik heute umso drastischer. Was sagen Sie zur Erfolgsbilanz dieser Reformitis?

Alain Pichard: Man muss differenzieren. Es gibt Reformen, die durchaus Sinn machen. Die Angleichung der Schulstufen etwa, oder die Verschiebung der Selektion in der Volksschule, oder die integrativeren Modelle an der Oberstufe. Ich selber habe auch die geleiteten Schulen befürwortet.

Seit etwa fünfzehn Jahren hat sich eine Allianz von Politik, Verwaltung und Bildungswissenschaft gebildet, welcher es um Kontrolle, Steuerung und Auftragssicherheit geht. Und seitdem kommt die Praxis unter Druck, wird unser Schulsystem mit immer neuen Forderungen konfrontiert, welche die Möglichkeit von Unterricht massiv überfordern. Am krassesten ist sicher das Fremdsprachenkonzept.

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22.02.2018 | 1799 Aufrufe