Planungsbeschluss Luftverteidigung – der richtige Weg

Eine Lagebeurteilung beginnt mit der Frage: Worum geht es? Nur wenn klar ist, was für unsere Bevölkerung auf dem Spiel steht, können auch die richtigen Antworten gefunden werden. Die Auftragserfüllung unserer Armee – die Wahrung der Freiheit, Unabhängigkeit und Sicherheit der Schweiz durch Kriegsverhinderung und nötigenfalls Verteidigung – ist derzeit nicht gewährleistet.

von David Zuberbühler, Nationalrat, Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission, Herisau AR

Der Hauptgrund sind unsere in die Jahre gekommenen Kampfflugzeuge. Die F/A-18 sind seit 1997 im Einsatz, die Tiger sogar seit 1978. Auch die verschiedenen Flugabwehrsysteme stammen aus den 70er- und 80er-Jahren und müssen bis 2030 zwingend ersetzt werden.

Die einzige Alternative wäre ein militärischer Anschluss an einen anderen Staat oder an die NATO, was selbstverständlich für unser neutrales Land nie in Frage kommt. Ein NATO-Beitritt würde uns zudem jährlich mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts BIP oder über 13 Milliarden Franken kosten. Denn die Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten haben im Jahr 2014 festgelegt, dass alle Länder ab spätestens 2024 zwei Prozent ihres Bruttoinlandprodukts für Rüstung und Militär ausgeben müssen. Der von der Schweiz eingeschlagene und bis anhin erfolgreiche Weg garantiert also nicht nur unsere Unabhängigkeit, sondern er kommt uns auch weit günstiger. Es ist daher an der Zeit, dass wir der Armee die notwendigen finanziellen Mittel zugestehen.

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13.09.2018 | 1648 Aufrufe