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Die Märchen von EU-Turbos und linksliberalen Professoren

Seit dem erfreulichen Abbruch der Verhandlungen über ein EU-Rah- menabkommen sind Politiker im Empörungsmodus. Wenig überraschend von jenen, die an vorderster Front für ein Abkommen und die Aufgabe unserer Souveränität gekämpft haben. Denn schlechte Verlierer gab es schon immer.

Zum Narrativ gehört, dass man am Ausschluss vom EU- Forschungsprogramm «Horizon Europe» herummäkelt und mit Tricks versucht, sich den Anschluss an das Programm wieder zu erkaufen. So soll u.a. die Kohäsionsmilliarde ausbezahlt werden, damit wir wieder Teil dieses Förderprogramms für «Forschung und Innovation» werden könnten. Dass EU-Turbos auf die Erpressung der EU hereinzufallen, beweist ihren Hang zur Selbstaufgabe. Zudem wird vergessen, dass es v.a. die EU und ihre Studenten sind, die vom «Horizon»-Programm profitieren.

Angeheizt wird die Diskussion auch von Vertretern der Universitäten. Sie sind oft ein Hort von linksliberalen Professoren und EU-Turbos, die ihre eigenen Ansichten zur mutigen EU-Politik des von FDP und SVP dominierten Bundesrates kaum verstecken können. Das Klagelied wird besonders laut an der Basler Universität angestimmt. Das ist die Uni, die mit Franziska Schutzbach eine offenkundig linksradikale Dozentin für «Gender Studies» beschäftigt, welche forderte, dass Restaurants oder Hotels SVP-Versammlungen in ihren Räumen ablehnen sollen. Sie darf weiterhin mit Steuergeldern an der Uni Basel dozieren. Blöd für die Alarmisten ist nun das neueste «QS World University Ranking 2022». Dieses Ranking ist für die EU und ihre Bildungseinrichtungen vernichtend. In den Top 10 sind 5 amerikanische, 4 britische und eine Schweizer Hochschule. Die erste EU-Uni folgt auf Rang 44, die erste deutsche Uni auf Platz 50.

Wer in Sachen Innovation und Forschung etwas erreichen will, macht einen grossen Bogen um die EU. Deshalb ist der Ausschluss aus dem Forschungsprogramm nicht sonderlich relevant. Vielmehr sollte die Schweiz schauen, dass sie mit Hochschulen ausserhalb der EU zusammenarbeiten kann. Diese Universitäten bringen weit mehr Qualität hervor – sie kümmern sich auch weniger um irrelevante Themen wie das Gendern. Damit die Schweiz im Forschungswettbewerb konkurrenzfähig bleibt, braucht es Rückbesinnung auf die eigenen Stärken und Kooperation mit Universitäten, die Qualität hervorbringen.

von Joël Thüring, Grossrat des Kantons Basel-Stadt

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Publiziert von Schweizerzeit

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