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Die Weltgesundheitsorganisation am Pranger – Bill Gates und seine WHO

Nach eigenem Bekunden ist sie eine Organisation der Vereinten Nationen, welche die Gesundheit fördert, die Welt schützt und den Schwachen hilft, «damit jeder überall ein Höchstmass an Gesundheit erreichen kann.»

Tatsächlich ist die WHO zu einer Institution verkommen, mit der Bill Gates und andere Weltverbesserer ihre persönliche Vision der zukünftigen Weltordnung umsetzen wollen. Doch dazu später.

Die WHO und das Eisenhower-Prinzip

Wie kommt Stephan Rietiker, Arzt, Unternehmer und Generalstabsoffizier dazu, die WHO noch vor der EU, der Zuwanderung und der Flüchtlingskrise als «aktuell grösste Gefahr für unsere Souveränität» zu bezeichnen? Möglicherweise hat er die Herausforderungen der Schweiz nach dem Eisenhower-Prinzip analysiert.

Der Weltkriegs-General und spätere Präsident der USA hatte sich für die Priorisierung seiner Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit ein einfaches Prinzip zugelegt. Es gibt vier Arten von Aufgaben:

A: dringlich und wichtig,
B: nicht dringlich und wichtig,
C: dringlich und nicht wichtig,
P: weder dringlich noch wichtig.

Die P-Aufgaben wandern in den Papierkorb. Die A-Aufgaben gehören aufs Pult des Chefs. Sie sind so wichtig und dringlich, dass sie vom Chef mit Priorität persönlich zu behandeln sind. Die heutigen Aktivitäten der WHO sind für die Schweiz (und die Welt) nicht nur sehr wichtig, sondern von grosser Dringlichkeit. Bis in einem Jahr will die WHO ihre Wahnsinnsideen verabschiedet und ein Jahr später in Kraft gesetzt haben.

Und der Schweizerische Bundesrat hält sich bedeckt. Bundespräsident Alain Berset scheint nicht viel Herzblut für das Gesundheitswesen und die Folgen des internationalen Missbrauchs zu bekunden.

Pro Schweiz, Schweizerzeit und der amerikanische Kongress

Das Thema wurde in dieser Rubrik vor einem Monat von Hermann Lei bereits angesprochen, und es wird uns auch künftig beschäftigen. Pro Schweiz und die Schweizerzeit sind mit ihrem Widerstand gegen die WHO nicht allein. Der einflussreiche Ausschuss für Haushaltsmittel des US-Repräsentantenhauses (CoA) hat vorgeschlagen, die Finanzierung der WHO im Rahmen des Budgets für 2024 vollständig zu streichen. Es geht um siebenhundert Millionen Dollar.

Als primäres Argument für den Antrag wird folgender Grund genannt: Damit soll die Souveränität der USA wiederhergestellt werden. Es gibt auch Stimmen im amerikanischen Kongress, die ganz aus der WHO austreten wollen. Und eine internationale Anwaltskonferenz hat kürzlich kundgetan, man müsse die Diktatur der Weltgesundheitsorganisation stoppen.

Internationale Gesundheitsvorschriften und der neue Pandemievertrag

Durch die Revision der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) soll die WHO von einer beratenden Organisation, die lediglich Empfehlungen ausspricht, umgewandelt werden in ein internationales Leitungsorgan, dessen Verlautbarungen rechtlich bindend sind. Die Kompetenzen des WHO-Generaldirektors sollen ausgebaut werden, auch zur Ausrufung einer Pandemie. Die WHO soll die Möglichkeit der Zensur erhalten, um das zu unterdrücken, was sie als Fehlinformation ansieht.

Ergänzend zur Revision der Gesundheitsvorschriften soll ein neuer Pandemievertrag (WHO CA+) abgeschlossen werden, der zu einer zusätzlichen massiven Machterweiterung der WHO bzw. ihrer Hintermänner und Funktionäre führen wird. Die WHO will aufgrund der Erfahrungen mit der Covid19-Pandemie die Herrschaft nicht nur über das Gesundheitssystem, sondern unter dem Titel «One Health» auch die Themen Ernährung, Landwirtschaft, Tiergesundheit und Umwelt unter ihre Kontrolle bringen.

Verbindliches Recht oder Soft Law

Ein Thema bei der Behandlung der WHO-Vorstösse in der schweizerischen Politik wird sein, ob die Vereinbarungen rechtlich verbindlich sind, oder ob es sich «bloss» um Empfehlungen handelt. Verbindliche Verträge muss der Bundesrat dem Parlament zur Genehmigung vorlegen, und sie unterliegen auch einem Referendum. Rechtlich nicht verbindliche Vereinbarungen, sogenanntes «Soft Law», kann der Bundesrat in eigener Kompetenz verhandeln und abschliessen, ohne die Genehmigung der Bundesversammlung einzuholen.

Soft Law scheint harmlos, ist es aber nicht. Es handelt sich dabei um ein politisches Täuschungsmanöver zur Ausschaltung von Parlament und Stimmbürger. Nach Abschluss von Soft Law-Vereinbarungen erstellen internationale Gremien gern Schwarze Listen mit den Namen der Länder, die nach Meinung der Mächtigen der Welt die Regeln verletzen. Und der Bundesrat will gar nie, dass die Schweiz auf einer Schwarzen Liste erscheint. Soft Law ist des Teufels.

Die Sache mit Bill Gates: Wer zahlt, befiehlt

Die WHO ist zu einer Institution verkommen, mit der Bill Gates und andere Weltverbesserer ihre persönliche Vision der zukünftigen Weltordnung umsetzen wollen. Die Allgemeinheit nimmt an, die WHO sei eine ehrwürdige Institution unter der Herrschaft der Vereinten Nationen, also der Uno. Das ist falsch. Weil wir das Bonmot kennen: «Wer zahlt, befiehlt».

Von den gesamten Einnahmen der WHO im Jahr 2022 – es waren 4,2 Milliarden Dollar – entfielen nur zwölf Prozent auf die ordentlichen Beiträge («assessed contributions») der Mitgliedländer, 88 Prozent oder 3,7 Mrd. Dollar betrugen die freiwilligen Beiträge, deren Verwendung von den Spendern zu rund neunzig Prozent vorgegeben wird. Damit ist die Abhängigkeit der WHO von den Spendern überwältigend. Der drittgrösste freiwillige Spender ist 2022 mit 390 Mio. Dollar die Bill & Melinda Gates-Stiftung, der viertgrösste die Impfallianz GAVI. Aber der grösste Sponsor der GAVI-Impfallianz ist die Bill & Melinda Gates-Stiftung. Die Stiftung hat GAVI 2020 für eine Fünfjahresperiode 1,6 Milliarden Dollar für Impfaktionen zugesagt.

Die GAVI-Stiftung wurde im Jahr 2000 am WEF gegründet; Gründungspartner und erster Hauptsponsor war die Gates-Stiftung.

Die A-Aufgabe Stephan Rietiker sagte: «Wenn diese Verträge und Regularien in Kraft treten, ist es müssig, dass wir noch über Neutralität und Souveränität debattieren». Er sagte dies zu den WHO-Verträgen. Gemeint sind damit auch die Aktionen der Bill Gates-Machtmaschine

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Publiziert von Hans Geiger

Hans Geiger ist em. Professor für Bankwesen, wohnhaft in Weiningen ZH.

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14 Kommentare

  1. Klar kann man in Bern weiter schlafen. Die anderen Kantone bezahlen ja sicher. Der Bundesrat, und das wäre dann ein Lebenszeichen, könnte ja tatsächlich nicht unterschreiben und wenn er dann auf diese Liste kommt: tue Gutes und sprich davon.
    Das wäre ein Lebenszeichen? Potz Hallo,

  2. Pro Schweiz, und somit auch deren Präsident Stephan Rietiker sind auch der Meinung, dass Frau BR Amherd den Verstand verloren hätte.
    Mit solch unglaubwürdigen Aussagen, kann die Wichtigkeit anderer Kommentare von S. Rietiker gut eingeordnet werden.
    Pro Schweiz musste kürzlich sogar von Christoph Blocher zurückgepfiffen werden.

  3. Wurde nicht prophezeit, dass Jesus Christus wieder auf die Erde zurückkommt und die Endzeit Einläuten wird? Fühlt sich Bill Gate als diesen Messias der die Menschheit retten wird von allem Übel der Verderbnis durch unabhängiges freiheitliches Denken? Genügend Mitläufer, Aposteln und Jünger sind bereits auf seinen Zug des Einheitsbreies aufgestiegen. Nur wer an mich glaubt wird selig werden, wer nicht wird verstossen in den Abgrund der Vernunft, mit der sie sündigten, Amen! 👹

  4. Laut Medien liebäuglet BR Alain Berset mit einem gut bezahlten Pöstchen bei der WHO. Dafür, dass er in den vorderen Rängen der Kandidaten steht, hat er während der zwei Covid (Grippe) Jahren vorgespurt. Er wird für sein Vorgehen sehr gelobt und das nicht nur in der Schweiz. Wenn das gelingen sollte und man den Machtblock von Gates nicht stoppen oder bremsen kann, dann tschüss Freiheit und Neutralität! Der Bundesrat darf solche Abkommen nicht an Volk und Parlament vorbei geheim beschliessen und unterzeichnen. Wenn er das tun möchte, wären diese Personen am falschen Platz.

  5. Eine rein politische Diskusson um «Freiheit» oder «Unterwerfung» halte ich als Arzt (und seinerzeit ausgebildeter Miltärarzt) beim Thema Pandemie verfehlt. Hier hat sich auch die SVP zu Coronazeiten m.E. zum Teil mit den falschen Leuten solidarisiert.
    Ein stark pathogenes Virus verhält sich rein diktatorisch, ist m.a.W. ein Angreifer. Hier braucht es medizinisches Fachwissen und wissensbasierte Vollmachten. Am besten würde der Lead in der Abwehr durch demokratisch legitimierte nationale militärische Stäbe übernommen.
    Es ist doch nur absurd, wenn irgendwelche Leute ohne jede medizinische Ahnung (inkl. Bundesräte) die medizinisch notwendigen Massnahmen während einer Pandemie mitbestimmen und ggf. blockieren wollen. Natürlich gibt es in jeder Gesellschaft immer einen gewissen Prozentsatz von Leuten, die zu Verschwörungstheorien neigen. Diese finden immer auch «Studien» von halbseidenen «Professoren», um ihre Phantasmen zu rechtfertigen. Eine Demokratie darf aber nicht zulassen, dass vernünftige Massnahmen durch wissenschaftsfremden Unsinn einer Minderheit verhindert werden. So wie das Militär nicht demokratisch funktionieren kann, funktioniert auch eine Pandemiebekämpfung nicht demokratisch.
    Die WHO muss aus grundsätzlichen Gründen ihre Rolle als beratendes Organ beibehalten. Nur ist es ein offenes Geheimnis, dass viele Regierungen und Gesellschaften sich nicht um ein adäquates Handling einer Pandemie kümmern. Es ist aber auch sehr fraglich, ob es einer WHO mit noch so viel Geld überhaupt gelingen würde, effektiv Herrschaft auszuüben. Theoretisch könnten sicher viele Todesfälle durch eine bessere internationale Koordination verhindert werden. Aber das sind idealistische Träume. Es werden auch bei einer nächsten Pandemie mit Sicherheit wieder Abertausende «einfach so» sterben, die bei weniger Dummheit, Arroganz, Trotz, Leichtsinn und Verblendung hätten gerettet werden können.

    • Sie meinen also das ich mich von sogenannten Experten wie Sie sich bezeichnen, Zwangs Impfen lassen muss oder und Einschraenken soll. Kennen Sie die Geschichte der letzten 100 Jahre? Die vermeintliche Elite meint mal mehr zum Gunste des Buergers Lenkungen zu lancieren. Lassen Sie mich es Ihnen in aller Deutlichkeit sagen: Ich brauche niemand, schon gar nicht der Staat, der mich von irgendwas beschuetzen will zu bevormunden. Das Risikio ist alein meines. Wenn Sie und die restlichen Herden Tiere Masken, Impfen und was sonst noch machen wollen, macht es. Ihr seit dann von mir ..geschuetzt..

  6. Die Sache mit Bill Gates: Wer zahlt, befiehlt

    Könnte ich das auch so machen? Ich zahle Steuern, aber ich sage natürlich auch gleich was damit getan werden soll. Wer zahlt befiehlt. Nur hat die WHO mit einer privaten Organisation eigentlich eher nichts zu tun. Oder ist die EU auch schon eine Filiale des WEF?

  7. Eine Bill- Gates Machtmaschine ?🙈
    Wo ist diese Maschine?🐸
    Ich sehe keine -🐣
    Warum immer Bösewichte 🦹‍♂️ suchen ?
    In der WHO – in der EU – in der NATO
    usw . arbeiten Menschen die sich für Alle einsetzen mit ihren Talenten und ihren Fähigkeiten-

    Fehler passieren auch ( das ist normal )

    Die gescheiten Schweizer : werden die
    Neutralität bewahren!

    Leider verkaufen die dummen Schweizer : Teile unserer Heimat !
    Vor solchen Leuten habe ich Angst 🥺
    nicht vor irgendeiner „Machtmaschine „ 🌚☄️💥

  8. Tönt zu gut, die Absichten der WHO. Den Welthunger beseitigen. Wohin floss dann das Spenden Geld bisher.? Warum hungern diese Menschen immer noch.? Den Menschen Gesundheit bringen. Wäre wohl schlauer, die Krankmacher wie die Pharma, Monsanto und die restlichen Weltvergifter zu eleminieren. Ich brauche keine WHO und keinen Bundesrat, der für mich schaut – das kann ich selber besser und selber denken kann ich auch.

  9. Wenn Bill Gates den ärmsten Menschen auf der Welt hilft, ist das gut.
    Aber für die Verträge der Schweiz mit der WHO ist der Bundesrat verantwortlich und nicht Bill Gates.

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