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Herr Berset will die Kontrolle übernehmen

Bundesrätliche Informationspolitik: Ein Irrgarten

An der Medienkonferenz vom 22. Oktober sagt Bundesrat Alain Berset: «Ziel ist es, die Kontrolle über die Entwicklung zu übernehmen». An der Medienkonferenz vom 20. Mai hat er noch gesagt: «Wir können Corona». Was immer er sagt, mit der Zustimmung der meisten Medien kann er rechnen.

Die Zuversicht «Wir können» ist verflogen. Bersets neue Zielsetzung, «die Kontrolle über die Entwicklung zu übernehmen» ist das Eingeständnis: «Wir können Corona nicht». Bei der Qualität des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist das keine Überraschung. Dass Bundesrat Berset in den neun Jahren, in denen er für das sechshundertköpfige BAG verantwortlich ist, dessen Schwächen nicht erkannt und korrigiert hat, stellt ihm kein gutes Zeugnis aus.

Die Kontrolle

Zum neuen Ziel von Bundesrat Berset, «die Kontrolle über die Entwicklung übernehmen», stellt sich die Frage: Wer genau will die Kontrolle übernehmen. Seine Antwort ist klar: Der Bundesrat. Dieser erlässt immer neue und detailliertere Vorschriften, die er mit teilweise harten Sanktionen durchzusetzen versucht. Zugleich operiert er mit einem Wust an Empfehlungen, die je nachdem banal, wichtig oder unsinnig erscheinen.

Wer sich durch die kreuz und quer verlinkten Webseiten des BAG klickt, findet sich rasch in einem Irrgarten und entflieht dem Durcheinander ratlos mit der «Esc»-Taste auf seiner Tastatur. Vorschriften und Empfehlungen verbindet der Bundesrat mit Appellen zur Selbstverantwortung. Eric Gujer, der Chefredaktor der NZZ, nennt das Resultat das «Paradox der staatlich verordneten Selbstverantwortung». Die Bundespräsidentin will mit diesem paradoxen Rezept dem Land schon zum zweiten Mal einen Ruck geben.

Der bessere Weg

Dass es auch anders geht, und dabei deutlich besser als mit dem etatistischen Ansatz des Bundesrates, zeigt das Beispiel von Schweden: Schweden setzte von Anfang an auf Selbstverantwortung, machte nur wenige aber klare Vorschriften und hielt diese über den Sommer bei. Es vermied einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lockdown.

Die Bevölkerung reagiert eigenständig und selbstverantwortlich und wartet nicht, bis die Regierung die nächsten Vorschriften erlässt. Dies ermöglicht dem Land, mit weniger Vorschriften agiler und erfolgreicher die zweite Welle zu meistern. Die Schweden wurden lange belächelt, jetzt wird ihr liberaler Ansatz von anderen Ländern kopiert.

Der Test: Was ist das?

Eine zentrale Rolle in der bundesrätlichen Strategie zur Kontrolle der Pandemie spielen die PCR-Tests. Heute publiziert das BAG tägliche Statistiken über die Anzahl der durchgeführten Tests, die Fallzahlen, die Zahl der Hospitalisationen und der Todesfälle. Die «Fallzahlen» bilden die meistbeachtete und für die behördlichen Massnahmen entscheidende Grösse.

In jüngerer Zeit ist allerdings bekannt geworden, dass die «Fallzahlen» nicht das aussagen, was man annimmt, und dass sich der PCR-Test wohl für Forschungszwecke, nicht aber für diagnostische Verfahren eignet. Ein positiver Test bedeutet nämlich nicht zwingend, dass die betroffene Person krank oder ansteckend ist, obschon man das allgemein annimmt. Andererseits sagt ein negatives Testergebnis nicht, dass die Person nicht ansteckend sein kann.

Was ich nicht weiss, ist heiss

Schlimmer ist, dass die über fünfzig Labors die Tests nicht alle nach den gleichen Standards durchführen, und dass das BAG nicht weiss, wie die Resultate «Positiv» oder »Negativ» zustande kommen. Je sensitiver der Prüfstandard, desto
eher zeigt der Test ein positives Ergebnis, auch wenn der Betreffende weder zwingend krank noch ansteckend sein muss. Die Folge ist der weitere Verlust an Glaubwürdigkeit des BAG.

Das ist für die Politik fatal. Nicht nur Verschwörungstheoretiker äussern den Verdacht, dass die Zahl der positiven Tests durch die Anwendung erhöhter Prüfstandards aus irgend welchen Gründen in die Höhe getrieben wird. Warum das BAG die Teststandards nicht vorschreibt oder mindestens überwacht, das wissen die Götter – vielleicht auch Bundesrat Berset.

Eine Geschichte

Was ein fragwürdiger positiver Test für die betroffenen Menschen bedeutet, illustriert folgende Geschichte: Ein Mann zeigt leichte Symptome und lässt beim Hausarzt einen Abstrich machen für den im Kanton Zürich üblichen PCR-Test. Nach gut 24 Stunden erhält er vom Arzt den Bescheid «Positiv», die zehntägige Isolation beginnt. Für seine im gleichen Haushalt wohnende Lebenspartnerin, negativ getestet, beginnt damit eine zehntägige Quarantäne. Beide dürfen sich so lange nicht mehr aus der Wohnung begeben. Ob Quarantänen eingehalten werden, wird gelegentlich von der Polizei vor Ort kontrolliert.

Nach mehr als drei Tagen erhält der positiv Getestete vom Kanton Zürich ein meterlanges Mail mit mehreren Anhängen. Im anschliessenden Telefonat, erkundigt sich der Anrufer des Kantons auch, ob der Infizierte nach wie vor mit seiner Partnerin im selben Bett nächtigt und in den letzten Tagen auch noch Geschlechtsverkehr gehabt habe. Ebenso wird er nach all seinen Kontakten in den letzten vierzehn Tagen gefragt. Diese hat er selbstverantwortlich sofort nach dem Testresultat informiert.

Der Mann und seine Partnerin haben beide die Covid-App installiert. Die Lebens-
partnerin wurde von der App erst zwei Tage nach dem positiven Testergebnis orientiert, dass sie möglicherweise Kontakt zu einer infizierten Person gehabt habe, mutmasslich ihrem Partner.

Selbstverantwortung eben

Der Eingriff ins Privatleben der Betroffenen ist gross, zur Eindämmung der Pandemie haben die behördlichen Anordnungen, Befragungen und die App kaum etwas beigetragen. Die tagelangen Verzögerungen im bürokratischen Verfahren machen das Ganze im Kampf gegen die Ausbreitung der Pandemie weitgehend wirkungslos.

Wirklich entscheidend ist, dass der Betroffene seine Kontakte der letzten Tage rasch über den positiven Test informiert. Selbstverantwortung eben.

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Publiziert von Hans Geiger

Hans Geiger ist em. Professor für Bankwesen, wohnhaft in Weiningen ZH.

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15 Kommentare

  1. Es ist unglaublich, wie verweichlicht und verwöhnt die Menschen geworden sind. Jetzt taucht einmal ein potentiell tödliches Virus auf, gegen das noch kein Kraut gewachsen ist, und schon fallen alle in Panikstarre. Vor hundert Jahren war das der Normalfall. Tuberkulose, Polio und Grippe schwebten wie Damoklesschwerter über der Menschheit, und niemand geriet darüber in Panik. Wer getroffen wurde, musste sein Leiden annehmen und überleben oder sterben.

    Wenn im Sommer 2021 die Hysterie vorbei sein sollte und eine Impfung gegen Corona vorliegt, wird es sicher bereits die Ersten geben, die diese aus ideologischen Gründen ablehnen werden. Mir scheint, dass die Menschheit schon lange nicht mehr so blöd war wie heute.

    Bis Woche 43 sind in der Schweiz 53’803 Personen gestorben (alle Todesursachen). Der Durchschnitt der letzten 5 Jahre (15-19) bis Woche 43 ist 53’607 P. (Bundesamt für Statistik).

    Annahme 1: Die 200 P., die dieses Jahr mehr gestorben sind, sind an Corona gestorben.

    Annahme 2: Da Schweden (= lockerer Umgang mit Corona) bis jetzt ca. dreimal mehr Coronatote als die Schweiz hat (BAG), wären es in der Schweiz bis jetzt 600 Coronatote gewesen, wenn die Schweiz den gleichen Weg wie Schweden gewählt hätte.

    Die strengeren Massnahmen in der Schweiz haben also 400 Personen vorläufig das Leben gerettet. Die Coronakosten betrugen gemäss BR Maurer bisher 30 Milliarden, pro Person also 75 Millionen.

    90% der Coronatoten waren 70 Jahre alt oder älter (70% über 80 Jahre, BAG). Die meisten hatten Vorerkrankungen und/oder ein geschwächtes Immunsystem. Man darf und muss sich schon fragen, wo da die Verhältnismässigkeit ist. Es gibt kein Recht auf ein möglichst langes Leben, und es war schon immer so, dass die Alten früher oder später den Jungen Platz machen mussten, denn die Zukunft gehört den Jungen! Alte, die gehen müssen, weil sie krank sind, sollten weise sein und sagen können: «Es ist vollbracht, die Zeit ist gekommen, um Abschied zu nehmen. Ich habe mein Möglichstes für das Weiterleben der Menschheit getan! Ich wünsche nur noch, dass ich in Würde sterben kann und nicht unnötig leiden muss. Ich werde weiter leben in meinen Werken und Taten, in meinen Nachkommen und in der Erinnerung meiner Bekannten.»

    • Ich würde mir das mit dem Impfen nochmals überlegen. Nicht prinzipiell aber in diesem Fall.
      Selbst mein Hausarzt empfiehlt mir diese Imfpfung nicht zu machen, wenn es denn soweit ist. Zu grosses Risiko.
      Ausserdem, wozu? Für etwas, dass 5x geringer tödlich ist als eine normale Grippe?
      Sie widersprechen Sich ja selbst. Entweder haben wir eine Kriese, dann ist man über jedes Mittel froh, oder wir haben eben eine Fake-Pandemie.

  2. Diese «Pandemie» ist schon längst vorbei. Es gibt nur noch eine Laborendemie. Und je klarer dies wird, umso schriller die Politik. Die Bürgerlichen haben hier vollkommen versagt.
    Es gibt nur noch eine legitime Forderung: Schluss mit allen Corona-Massnahmen! Sofort!

  3. Schweden ist das Vorbild.
    Panik stärkt die Macht der Führer. Und die Führer freuen sich daran. Und viele von ihnen missbrauchen die Macht, wenn sie können.
    Wir lebten seit dem 2. Weltkrieg auf paradiesischen Inseln. Jetzt geben wir sie auf. Zugunsten von Wichtigtuern und Parasiten, die uns erobern. Die ersten helfen noch den zweiten. Wirklich Schade!

  4. Ich glaube nicht dass die Autoren der Schweizerzeit die Coronakrise besser als der geplagte Bundesrat hätten meistern können. Sie fahren da eine etwas billige Schiene! Im Nachhinein klüger sein ist keine Kunst. Es enttäuscht mich etwas dass sie das Problem von einem Finanzfachmann beurteilen lassen. Diese sind doch immer nur darauf aus was besser rentiert.

    • Werter Peter Ruepp
      Ich behaupte nicht, dass ich die Krise besser hätte meistern können. Aber im Elternhaus habe ich gelernt, dass man nicht lügen sollte. BAG und Bundesrat haben in der Frühphase von Corona bezüglich Maske gelogen um ihr Versagen bei der Beschaffung von Masken zu kaschieren. «Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er die Wahrheit spricht».

      Die Mitglieder des Bundesrates sind nicht «geplagt», sie bekleiden ihr Amt freiwillig.

      Nicht nur die Autoren der Schweizerzeit haben das Vertrauen in den Bundesrat verloren, sondern weite Teile der Bevölkerung. Im März hatten gemäss Sotomo-Umfrage 61 Prozent der Bevölkerung grosses oder sehr grosses Vertrauen in die politische Führung in Bezug auf die Bewältigung der Corona-Krise. Gemäss Umfrage vom 23. bis 28. Oktober sind es jetzt noch 37 Prozent. Quelle: 5. Umfrage im Auftrag der SRG: https://sotomo.ch/site/corona-krise-monitoring-der-bevoelkerung-30-10-20/
      Hans Geiger

  5. Infiziert ist nicht krank!! Die neuen Massnahmen schiessen über das Ziel hinaus. Es wird jeden Tag die Zahl der «Infizierten» kommuniziert. Die eigentlich kritische Zahl wäre allerdings wie viele
    krank geworden sind a) für 3-4 Tage, b) für 7-14 Tage etc. , c) in der Intensiv-Station. Zudem müssten mit den Zahlen auch die Anzahl Tests angegeben werden! Zudem würde ein Vergleich mit anderen Jahren die Glaubwürdigkeit erhöhen. Mit diesen Zahlen wäre die ganze Information glaubwürdiger. Solange man die Durchseuchung zurück hält wird das endlos so weiter gehen. Das Virus lässt sich im wesentlichen nur durch Eigenverantwortung bekämpfen. Die ganze Angstmacherei führt sicher bei manchen Leuten zu psychosomatischen Störungen, welche eine Erkrankung begünstigen. Dass eine Erkrankung mit Pflege in der Intensiv-Station ganz schwierig und lebensbedrohlich ist, ist unbestritten. Allerdings sind laut Statistik im gleichen Zeitraum vor einem Jahr mehr Menschen an Grippe und anderen Krankheiten gestorben?

  6. Ein positiver Test bedeutet … ein befreundeter Agronom (Ing.agr.), mit jahrzehntelanger Felderfahrung weiss genau Bescheid, wie PCR-Tests eingesetzt werden, um Saatkartoffeln auf Viren zu prüfen. Er qualifiziert PCR-Tests als absolut unzuverlässig: positiv getestete Saaten können sich bei Probesaaten als virenfrei erweisen, während umgekehrt negativ getestete Saatkartoffeln sich nicht, wie zu erwarten wäre, als virenfrei erweisen können. PCR-Tests = Roulette-Spiel. Viel Glück!

  7. Herr Berset ist kein Puppentheaterspieler –
    Ich fühle mich nicht wie eine Puppe , die an den Fäden tanzen muss –
    Wenn wir mit unserer Regierung zusammenarbeiten, dann haben wir die grösste Chance, dieses Virus loszuwerden –
    Das Durcheinander mit diesen Tests kann mit der Zeit geklärt werden , es braucht Zeit , » ALLES » braucht seine Zeit –
    Pazienza 🛀🃏😜😍 Pazienza –

  8. Danke, Hans, für den fundierten Versuch uns im BAG-Nebel eine hilfreiche Richtung zu geben.
    Ob es im BAG einen guten Oekometriker hat? Wenn ja, wird er wohl an den verfügbaren Daten arg zu kauen haben.
    Take care …

  9. Auf der WEF Seite publiziert Klaus Schwab folgendes Video (nur in Englisch) mit globalistischen Zielen seiner Organisation:
    https://www.youtube.com/watch?v=Hx3DhoLFO4s&feature=emb_title

    Uebersetzung ins Deutsche:

    Das sind die acht Vorhersagen des Weltwirtschaftsforums:

    1: “Sie werden nichts besitzen” – und “Sie werden sich darüber freuen”.
    2: “Die USA werden nicht die führende Supermacht der Welt sein.”
    3: “Sie werden nicht sterben, während Sie auf einen Organspender warten” – die [Organe] werden von 3D-Druckern hergestellt
    4: “Sie werden viel weniger Fleisch essen” – Fleisch wird “ein gelegentlicher Leckerbissen sein, kein Grundnahrungsmittel, zum Wohle der Umwelt und unserer Gesundheit”.
    5: “Eine Milliarde Menschen werden durch den Klimawandel vertrieben werden” – (Soros’ offene Grenzen)
    6: “Die Verursacher werden für den Ausstoß von Kohlendioxid zahlen müssen” – “Es wird einen globalen Preis für Kohlenstoff geben. Dies wird dazu beitragen das fossile Brennstoffe zur Vergangenheit der Geschichte gehören”
    7: “Sie könnten sich darauf vorbereiten, zum Mars zu fliegen” – Wissenschaftler “werden dann herausgefunden haben, wie Sie im Weltraum gesund bleiben”.
    8: “Westliche Werte werden bis an ihre Bruchgrenze belastet worden sein.” – “Checks and Balances, die unsere Demokratien untermauern, dürfen nicht vergessen werden.”

    Das ist die vom Weltwirtschaftsforum vorbereitete Agenda, die durch diese hochgestylte COVID-19-Pandemie in Gang gesetzt werden konnte und die von diesen Leuten geplant und durchgezogen wird. Die Lockdowns sollen die Wirtschaft zerstören, damit man die Verstaatlichung der gesamten Industrie und Auslöschung der Kleinunternehmen durchsetzen kann. Sie sind schon dabei – damit man überhaupt reisen kann – eine Art Pässe zu entwickeln, die man aber nur bekommt, wenn man geimpft wurde. Sie versuchen absichtlich, den internationalen Reiseverkehr einzuschränken, um die Umweltverschmutzung zu verringern und Massenaufstände gegen ihre neue kommunistische Agenda zu verhindern. Ja, sie wollen vom Sozialismus, in dem man immerhin noch etwas besitzt, zum Kommunismus, in dem die Regierung alles besitzt. Es ist kein Zufall, dass (der Buchautor) Pikkety im Bündnis mit Klaus Schwab dahinter steht. Der Kommunismus begann in Frankreich. Sie verkauften die Idee an Karl Marx, der zunächst Sozialist war.

    Das ist die wirkliche Gefahr, der wir gegenüberstehen – das Weltwirtschaftsforum und seine Vision einer neuen kommunistisch-grünen Weltordnung. Die Medien werden ihre Aufgabe NICHT wahrnehmen. Denn wenn sie es täten, müssten sie die Tatsache aufdecken, dass das Weltwirtschaftsforum kurz vor dem Absturz alle seine Investitionen verkauft hat. Klaus Schwab ist der neue Karl Marx. Dies ist die größte organisierte Verschwörung in der Geschichte der Menschheit, und die Presse nimmt sie mit offenen Armen auf. In 10 Jahren werden Sie nichts besitzen, aber Sie werden auch keine Rechte haben. – Papiere bitte!

Eine Kultur schafft sich ab

Schweizerzeit-Aktuell mit Hermann Lei