Die Schweizerische Nationalbank ist ein Juwel – doch formal gehört sie zwar dem Volk, faktisch aber einer Handvoll Aktionären und sogar einem Deutschen. Es ist Zeit, diese Schieflage zu korrigieren.
Vor über hundert Jahren wurde die Schweizerische Nationalbank (SNB) als Mischbank gegründet – ein Drittel in öffentlicher Hand, ein Drittel den Gemeinden, ein Drittel an Private. Die Idee: Das Volk sollte mitreden dürfen.
Verteilschlüssel stimmt nicht mehr
Dafür wurden hunderttausend Aktien geschaffen, vierzig Prozent proportional an die Kantone verteilt.
Die Nationalbank ist heute eine schweizerische Errungenschaft. Sie funktioniert, weil sie fachlich arbeitet und politisch frei entscheiden kann.
Und das ist der Verfassungsauftrag: Die Nationalbank wahrt Preisstabilität und ist dabei unabhängig. Doch der damalige Verteilschlüssel stimmt heute nicht mehr.
Ein Deutscher als Grossaktionär der SNB
1907 war die Schweiz noch arm und froh um jeden, der auswanderte. Bern hatte 1907 600’000 Einwohner, Zürich 400’000.
Heute ist es umgekehrt. Trotzdem hält Bern 6’630 SNB-Aktien, Zürich gerade mal 5’233. Dabei ist Zürich doppelt so gross.
Der Bund hält bis heute keine einzige Aktie. Selbst viele Kantone sind kaum vertreten – und auch zahlreiche Gemeinden haben ihre Anteile längst abgestossen. Stattdessen hält ein Deutscher, Prof. Dr. Theo Siegert, rund fünftausend SNB-Aktien – fast so viele wie Zürich.
Nationalbank-Aktien in Schweizer Hand
Das Volksvermögen gehört zurück ins Land. Diese Rückholung aus Deutschland würde etwa fünfzig Millionen kosten – wäre also günstiger als so manch grünes Förderprogramm.
Wieso soll ein Deutscher unsere Notenbank mitkontrollieren, wenn das Volk ausgeschlossen ist?
Die marktkonforme Repatriierung wäre ein überfälliger Akt nationaler Souveränität. Andere Länder würden sich eine solche Schwäche nie leisten.
Transparenzlücke schliessen
Die SNB hat heute nur 2’800 Aktionäre, davon 69 Gemeinden. Und obwohl die SNB 143 Milliarden Eigenkapital hat – rund 1,4 Mio. pro Aktie, wobei das Eigenkapital stark schwankt; die Bilanz ist geldpolitisch, nicht anlagepolitisch getrieben – ist der Börsenwert winzig.
Die Aktie hat stark begrenzte Stimmrechte und eine plafonierte Dividende; der Marktwert ist entsprechend tief. Selbst Kantone wie Thurgau oder Luzern tauchen in der Bilanz kaum auf. Was früher eine Volksaktie sein sollte, ist heute ein Spekulationsobjekt für Eingeweihte.
Norwegen macht es besser
Andere Länder machen es besser. In Norwegen hat jeder Bürger über den Staatsfonds NBIM einen Anteil an den Reserven, rechenschaftspflichtig und transparent.
Klar: Der norwegische Staatsfonds ist politisch verantworteter Vermögensaufbau aus Rohstoff-Erträgen, die SNB hingegen ist die Managerin des Frankens.
Aber von Norwegen können wir uns etwas abschauen: Transparenz, klare Erzählung gegenüber der Bevölkerung, robuste Governance – diese Elemente lassen sich übernehmen, ohne die Geldpolitik anzutasten.
Demokratische Nationalbank
Die Aktionärsstruktur der SNB ist historisch gewachsen und rechtlich in Ordnung. Symbolisch wirkt sie aber nicht glücklich. Das schafft keinen Notfall, aber eine Chance, die Verbundenheit mit dem Souverän sichtbarer zu machen.
Die Lösung liegt auf dem Tisch. Das Aktienrecht erlaubt die Stückelung bis auf einen Rappen. Man könnte Millionen neuer SNB-Aktien schaffen, ohne das Kapital zu erhöhen. Feinere Stückelung oder stimmrechtslose Partizipationsscheine ermöglichen sichtbare Teilhabe – ohne geldpolitische Rechte.
Die Idee einer demokratisch kontrollierten Nationalbank ist keine Utopie – sie war einmal schweizerische Staatsidee.
Drei konkrete, vorsichtige Vorschläge
- Volksbeteiligung ohne Eingriff: Prüfung einer feineren Stückelung der SNB-Aktien oder stimmrechtsloser Partizipationsscheine für Bürgerinnen und Bürger. Symbolische Teilhabe – strikt ohne geldpolitische Rechte.
- Verteilerschlüssel sanft aktualisieren: Der historische Schlüssel bildet die heutige Schweiz nur bedingt ab. Eine langfristige, behutsame Anpassung – nur bei natürlichen Bewegungen (Neuplatzierungen, Rückläufe), ohne Enteignung und ohne Eile – verankert die Kantone zeitgemäss.
- Nationalbank-Aktien in Schweizer Hand: Ausländische Privatanteile freiwillig und marktkonform repatriieren – prioritär an Bürger, Kantone, inländische Institutionen. Kein Druck, keine Enteignung, keine Rabatte. Geldpolitik bleibt tabu.
Am Ende zählt nur eines: eine strikt unabhängige Nationalbank – frei von politischem Druck aus Regierung, Parlament und Stimmbürgern wie auch von Lobbyisten – die ihren Auftrag als Managerin des Schweizerfrankens professionell, ruhig und unbeirrt erfüllt.



Das wäre eine echt schweizerische Lösung! Nicht hau ruck. Dafür mit Bodenhaftung. Gratulation.
Wenn merken die Eidgenossen endlich dass wir fast überall von Deutschen als Moderenes Kolonialland behandelt werden, Punkt!
Die Swiss wurde 2005 von Bundesrat Merz für ein Trinkgeld von 72Millionen verschenkt !!! laut Zürcher Börse war die Swiss zum Zeitpunkt ein MILLARDE wert!Bundesrat Villiger hat sich zweimal geweigert (März/September)100 Millionen Uberbrückungskredit zu zahlen, nach dem Konkurs waren dann 3MILLIARDEN Starthilfe ein Klacks!!!In den letzten 20Jahren verdiente die Lufthansa mit der Swiss sage und schreibe 7.5 Milliarden Reingewinn!!! So gehts mit dem KNEBELVERTRAG EU,etc,et
Das mit der Swissair sehe ich auch so. Versagen auf der ganzen Linie. Dann, später noch die rückwirkende Kriminalisierung von Bankern und Angestellten.
Sehr interessant. Habe was dazu gelernt.
Eine Bank kann sich nicht selber zerstören-
Das Geld 💰 ist eine Erfindung!
Irgendwelche Leute haben diese wichtige Bank der Schweizerbevölkerung entrissen und sie zweckentfremdet !
WER war das ? 🧐🧐🧐
Immer mehr :
ursprüngliche Schweizerprodukte -👍
werden kaputt gemacht !😮
( die Swissair war nur der Anfang )
Immer mehr Boden wird verkauft!😢🇨🇭
Warum passen wir nicht besser auf ?
Immer nur :
schnörren schnörren schnörren 😜
Gut zu wissen, wem die Nationalbank wirklich gehört. Hatte keine Ahnung. Ich sehe hier in der Tat Handlungsbedarf, d.h. die Nationalbank sollte unbedingt den Schweizer Bürgern gehören.
Und die AHV-Milliarden und die knappen Goldreserven sollten auch zu 100% in die CH repatriiert werden, dies nur am Rande…
SNB
Schweizerische Nationalbank
Dem Volk 1907 nahezu zur Hälfte gewidmet,
und das nach zehnjährigem Gründungsringen :
Der erste Gründungsversuch als reine
Bundesbank wurde abschlägig beschieden.
Der zweite als reine Privatbank war auch nicht
mehrheitsfähig.
Die Gründung mündete in einen Kompromiss als
Mischbank, aus
Staatsbank und Privatbank,
wie es sie nahezu heute noch gibt.
Doch es gibt heute nur 2.800 Aktionäre,
mit insgesamt nur 100.000 SNB-Aktien,
seit ihrer Gründung 1907 unverändert,
als sei die Zeit stehen geblieben.
Die SNB-Aktien werden in Zuerich an der SIX gehandelt.
Jede e
Jede einzelne SNB-Aktie hat einen Eigenkapitalwert von
CHF 1.400.000 per Ende 2024 und eine Börsenbewertung von nur
CHF 3.200.
Warum das ?
Dem reinen Nichtwissen geschuldet
-über die dem Volk zugedachte Nationalbank
-über die Börsennotierung
-über den hohen Wert.
Wie also ist die vom Gründungsgesetzgeber ausdrücklich gewollte
Beteiligung an der
SNB möglich ?
-Erst einmal ganz einfach, über die Börse.
Dort werden die SNB-Aktien gehandelt.
-Die geringe SNB-Aktienanzahl lässt sich über einen
sogenannten
Aktiensplit erheblich erhöhen, wie im Beitrag erwähnt.
-Auch wurde die Mö
Auch wurde die Möglichkeit der
Repatriierung von SNB-Aktien angeführt.
Wie das ?
Die SNB hat einen Eigenkapitalwert von
CHF 140 Milliarden per Ende 2024, also
CHF 1.400.000 pro SNB-Aktie.
Dem steht gegenüber der höchste Kurs an der
SIX, nämlich
CHF 9.760 in 2018.
Das führte zu einem Marktwert der SNB von
CHF einer einzigen Milliarde CHF.
Nicht gerade viel für die reichste Notenbank der Erde,
aber immerhin der höchste Preis.
Möglicherweise liessen sich auf diesem
Preisniveau
alle oder nahezu alle SNB-Aktien
in privatem ausländischen Besitz erwerben.
-Wie nun das ?
Ein
Wie nun das ?
Ein wohlhabender Patriot
oder mehrere könnten die
SNB-Aktien aufkaufen, und
würden noch nicht einmal eine
halbe Milliarde CHF aufwenden
-50.000 SNB-Aktien x CHF 10.000 und deutlich weniger-.
Diese SNB-Aktien könnten sie für die
Volksbeteiligung dem Volk zur Verfügung stellen.
Und gut gemacht, könnte das sogar zum
Nutzen aller drei Parteien sein :
-Für die Schweiz
-Für das Volk
-Für ihn.
-Zur Erinnerung :
Von all dem Guten, das die Schweiz zu bieten hat,
ist die SNB, die Schweizerische Nationalbank,
das Wertvollste.
Ja super,danke für die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit an uns Schweizer-Bürger.Die Schweiz ist durch Gottes Gnade immer noch ein sehr gesegnete Nation und Land in besonderer Art und Weise.Wie man es jetzt wieder sieht als Beispiel unserer Nationalbank.Der Schweizer Franken ist die sicherste und beste Währung der Welt.Darum bin ich auch sofort dafür,für eine solche Verbesserung und Änderung der Aktien zurück ans Schweizer-Volk.Herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit für unser Schweizer-Volk.Gruss K.L.
Die Konstruktion einer Zentralbank ist eine komplexe Angelegenheit, zumal nicht einmal die Chefs von privaten Banken verstehen, dass mit jedem Kredit Geld schöpfen. Die Bilanz einer Zentralbank ist nochmals eine Stufe komplizierter.
Ob eine breitere Streuung der Aktien eine bessere Politik der Nationalbank ergibt, ist zweifelhaft, zumal die Nationalbank nicht nur durch ihre Statuten reglementiert ist (auf die die Aktionäre Einfluss haben), sondern vor allem durch das Nationalbankgesetz, das letztlich in der Hand des Souveräns liegt.
Lieber Herr Lei
Ihr Vorschlag klingt einfach, fast etwas populistisch. Aber wie wollen Sie konkret vorgehen? Werden Sie Aktionär und stellen Sie einen Antrag! Ich werde ihn vermutlich unterstützen, auch wenn er nicht viel bringen wird. Zentralbanken sind die bestgesicherten Banken, vor allem gegen demokratischen Einfluss.
snb volksbeteiligung
Wie also liesse sich die Bevölkerung beteiligen ?
1
An der Börse werden die SNB-Aktien gehandelt :
Mit einem Preis von CHF 3.200 bei einem
Eigenkapitalwert von CHF 1.400.000 je Aktie.
Begründung dafür :
Weder ihr hoher Wert noch die Börsennotierung als
solche sind in weiten Bevölkerungskreisen bekannt.
Das nennt sich
“unvollkommener Markt”.
2
2018 hatten die Privataktionäre die
Kapitalmehrheit mit über 50.000 SNB-Aktien,
nicht jedoch die Stimmenmehrheit, da die
Stimmberechtigung auf 100 SNB-Aktien beschränkt ist.
3
Wie also liesse sich die Stimmenmehrheit…
snb volksbeteiligung
3
Wie also liesse sich die Stimmenmehrheit herstellen,
falls überhaupt gewollt ?
Private Aktionäre würden jeweils maximal 100 SNB-Aktien
besitzen, und diese ins Aktionärsbuch der SNB eintragen lassen.
Dazu beauftragen sie ihre Depotbank.
4
Sinn und Zweck der vom Gründungsgesetzgeber
ausdrücklich gewollten Volksbeteiligung an der
Nationalbank, und das nach zehnjährigem
Gründungsringen, ist ein
zivilgesellschaftliches Gegengewicht in der
Finanzwirtschaft, zudem mit einem ausnehmend hohen
Eigenkapitalanteil.