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Notlage oder wenn Ideologen die Jugend missbrauchen

Seine – lediglich Teilzeit arbeitende – Lehrerin (neuerdings «Lehrkraft» genannt), die das Ausgeschlossensein des Fussballbegeisterten vielleicht gar mitbekommt, formuliert dazu ein paar gut gemeinte Zusprüche, sieht sich aber nicht verpflichtet und schon gar nicht motiviert, diesem Freizeit-Problem eines ihrer Schüler grössere Aufmerksamkeit zu schenken. Als bloss teilzeitlich ihren Beruf ausübend sei sie ja nicht die Klassenlehrerin dieses in die Isolation abgedrängten, von der neuerdings vorgeschriebenen schulischen «Inklusion» vielleicht etwas überforderten Schülers («Inklusion»: Das ist der in der zeitgemässen Bildungsbürokratie verwendete Ausdruck für die Forderung, alle Schülerinnen und Schüler aller Begabungsstufen, aller Herkunftsländer, jeglicher Sprachkompetenz und aller Erziehungsvoraussetzungen und aller allenfalls vorhandener oder nicht vorhandener Beeinträchtigungen in der gleichen Klasse, der Regelklasse, unterrichten zu müssen).

Behauptungen ums Geschlecht

Wie reagiert eine Schülerin unter dem Druck der sie verunsichernden Pubertät, wenn ihr eine von der Schule organisierte «Fachfrau» einzutrichtern versucht, sie müsse sich unbedingt weit eher gegenüber Menschen des eigenen Geschlechts als gegenüber solchen des bzw. eines anderen Geschlechts «öffnen»? 

Und überhaupt dürfe sie sich nicht stur an das ihr «von der Gesellschaft eingeredete Geschlecht» gebunden fühlen. Sie würde sich wohl, je nach gerade Erlebtem, nicht allzu selten zuweilen auch «irgendwie anders» fühlen. Dass eine solche Schülerin, weil sie die vermeintlich ««irgendwie anderen Gefühle» an sich selbst überhaupt nicht zu entdecken vermag, in lähmende Scham versinken kann, dass sie sich als abnormal glaubt wähnen zu müssen – das geschieht, wenn von den «Experten» niemand mehr zur Verfügung steht. 

Wem soll sie sich anvertrauen, wenn ihr, zunehmend beunruhigt ob des Ausbleibens «irgendwie anderer Orientierung», gar noch die Möglichkeit eröffnet wird, sie könne sich auch mittels einer Operation in eine «irgendwie andere Gefühlswelt» bringen lassen und auf diesem Weg sich dem oder einem anderen Geschlecht annähern. Und wird ihr auch noch gesagt, dass ihre eigenen Eltern sich solchem Vorsatz einer Minderjährigen nicht zu widersetzen berechtigt seien – wie geht die Antwortsuchende mit solcher Offerte um? 

Schülerinnen und Schüler von heute dürften solchen Empfehlungen aus dem Munde von Funktionären nicht selten begegnen.

Unterdrückte Lernbereitschaft

Wem sollen sich Schülerinnen und Schüler, die in der Schule eigentlich gerne etwas lernen möchten, anvertrauen, wenn eine Gruppe lautstarker, mit Gewalt drohender, das Schulzimmer von morgens bis abends beherrschender, ja terrorisierender Anderssprachiger kontrollierten Unterricht weitestgehend abwürgen und verhindern? 

Und der Lehrer sich ob der frustrierenden Situation in immer kürzeren Abständen für immer längere Zeitdauer als krank abmeldet, die laufend wechselnden Stellvertreter und Stellvertreterinnen (von den Worterfindern in «zeitgemässen Schulen» konsequent zu «Stellvertretenden» ernannt) höchstens minimale Beschäftigung anordnen, deren Resultate nie begutachtet werden, weil die das Geschehen bestimmende, lautstarke, mit Gewalt drohende Gruppe Jeden und Jede davon abhalten, erteilte Aufgaben auch bloss anzupacken?

Alleingelassen

Zu Hause wird die ausweglose Situation vielleicht sogar erkannt oder zumindest erahnt. Eine Korrektur zum unverständlich Geschehenden herbeizuführen, schaffen die Eltern – sich ebenfalls völlig isoliert fühlend – zumeist nicht; gegen die apodiktisch auftretenden «Experten» fühlen sie sich chancenlos. Die Furcht, als Folge einer Intervention von den davon sicher erfahrenden Medien alsbald des Rassismus bezichtigt und beschuldigt zu werden, ist stärker.

Und die Kinder, die zur Familie gehören, in einer Privatschule unterrichten zu lassen, wo echter Unterricht noch stattfindet – dazu fehlt das Geld…

Einschüchterung

Diese Eltern nehmen aber allzu oft wahr, wie ihre Kinder in Ängste verfallen, wenn ihnen herbeigerufene «Experten» in der Schule einhämmern, die Klimaveränderung, an der insbesondere die weisse Bevölkerung des Erdballs alle Schuld trage, könnte schon bald in den eigentlichen Weltuntergang münden. Dagegen während der Unterrichtszeit zu demonstrieren, wozu gewisse Lehrkräfte recht unverblümt aufrufen, dazu lassen sich die Schüler – selbst die Lautstarken – ganz gerne motivieren.

Eltern, die das nicht akzeptieren wollen, die den Missbrauch von den Unterricht schwänzenden Schülern für ideologisch motivierte Demonstrationen kritisieren, als Komplizen der Klimazerstörer zu verurteilen, finden Pubertierende nicht allzu selten wohl recht unterhaltsam. Dass sie vom Lernen, das vielleicht einmal ihre Berufskarriere bestimmen könnte, abgehalten werden, stört sie weniger. 

Allzu viele Eltern halten ihre Nachkommen wenigstens für beschäftigt, wenn sie in ihrer Freizeit, die sie weitestgehend isoliert verbringen, stundenlang auf ihren Handys herumspielen. Was sie dabei alles vermittelt bekommen – Spiele, aber auch ganz anderes –, erfahren die Eltern kaum. Sie sind zufrieden, wenn sich die Jungen, ohne negativ aufzufallen, damit beschäftigen…

Schreckensmeldungen 

Und dann wird die Öffentlichkeit von den Medien mit Meldungen überflutet und erschreckt: Die Zahl psychisch angeschlagener Jugendlicher nehme bedrohlich zu. Die Kliniken würden ob all der eingelieferten Suizid-Gefährdeten bereits aus allen Nähten platzen. 

Den die Schulen heimsuchenden «Fachleuten» werden verzugslos alle Mikrofone geöffnet. Lauthals fordern sie die Einstellung von noch weit mehr «Fachleuten» – in Wahrheit Einpeitschern, die der Gender-Ideologie verfallen sind: Die Erziehung müsse vollumfänglich staatlichen Experten überantwortet werden; die Eltern zeigten sich von den modernen gesellschaftlichen Entwicklungen vollständig überfordert…

*

Verfügt wirklich niemand mehr in der Schweiz über die Kraft, sich dieser verderblichen Entwicklung entgegenzustellen – aus der sich allzu viele als «Fachleute» getarnte Ideologen fürstliche Einkommen sichern? 

Konsultiert man vor den Nationalratswahlen die Wahlmanifeste der Parteien, besucht man allenfalls gar Veranstaltungen und stellt Fragen, dann scheint eigentlich allein die SVP die Schwere und die Gefährlichkeit der Situation erkannt zu haben. Ob die Kraft, gegen die geschlossene Front der die Schule missbrauchenden Ideologen endlich den Kampf aufzunehmen, überhaupt noch vorhanden ist? 

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Publiziert von Ulrich Schlüer

Dr. Ulrich Schlüer ist Historiker, Verleger und alt Nationalrat des Kantons Zürich. 1979 gründete Dr. Ulrich Schlüer die «Schweizerzeit», welche als bürgerlich-konservatives Magazin für Unabhängigkeit, Föderalismus und Freiheit bis heute erfolgreich seine Leserschaft bedient.

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7 Kommentare

  1. Ja, die Jugendlichen spielen, arbeiten, kommunizieren mit ihren Handys. Meist geht zu viel Zeit unnütz verloren.
    Wer aber hat denn diese Handys entwickelt, gebaut, verkauft und gekauft? Wer verdient an neuen Handys, Apps und Telekomgebühren? Doch wir, die Erwachsenen.

    Da die SVP sich als einzige Partei gegen die von Herr Schlüer aufgelisteten Missstände stemmt, gehe ich davon aus, dass sich überdurchschnittlich viele SVP Fans und Sympathisanten zu Lehrpersonen und Betreuerinnen von Jugendlichen ausbilden lassen. Sie werden dann das Steuer wohl wieder in die Hand nehmen können.

  2. Es ist zu erwähnen, dass die meisten Freikirchen hervorragende Jugendarbeit leisten, wo die Jugendlichen in aller Freiheit auch kritische Fragen stellen und sich mit solchen Situationen auseinandersetzen dürfen. In den meisten Fällen werden sie liebevoll aufgenommen, auch wenn sie das Gedankengut der Kirche nicht teilen.

  3. Arme Schüler 💦💦💦🐛🐛

    Ich denke : die Schule ist da um lesen und um rechnen zu lernen –
    Die Kindheit ist wertvoll und wichtig !
    Aber sie dauert nur einige Jahre-
    das Leben wird immer länger –

    Wenn die Kinder mit soviel „ Müll „ vollgestopft werden –
    dann werden sie als Jugendliche sich rächen –
    Arme Eltern : sie geben sich grosse Mühe
    in der Erziehung und dann kommt :
    die Schule 🏫 und :

    littert ihre Kinder voll mit all diesem „mega giga wischi waschi Zeug „🧐

  4. Es geschieht ein unfassbares Verbrechen an unserer Jugend!
    Wenn im Namen grün-brauner Ideologien Erstklässler derart indoktriniert werden, dass ein Siebenjähriger nach Unterrichtsende seiner Mutter (oder soll ich gemäss Neusprech schreiben «gebärende Person»?) weinend in die Arme fällt und schluchzt: «Mama, die Welt verbrennt» – dann ist das Ende der Fahnenstange definitiv erreicht. Solche Indoktrination geschieht und geschah vor allem unter Diktaturen wie z. B. NS-Deutschland.
    Holt sie endlich vom Thron, diese selbstgerechte grüne Mafia!

  5. Kürzlich in einem Interview (mit einer «queeren Person») in einer Zeitung gelesen: «…das mir von den Eltern bei der Geburt zugewiesene Geschlecht…». Man fragt sich dann, wie der Bauer das macht, wenn er einem Kalb das männliche Geschlecht «zuweist». Wie schafft er es, das Kalb «sozial so zu konstruieren», dass es ein Muni wird, ein Muni, der doch so anders aussieht als all die weiblich «konstruierten» Kühe bzw. Kuhtiere mit Gebärmutter»? Und nicht nur das Aussehen: Auch das Verhalten weist beim stierenden Tier eine völlig andere «Konstruktion» auf (d.h. so, dass man ihm besser aus dem Weg geht).

  6. D.S.
    Auf solche abstrusen Ideen kommen nur wohlstandsverwöhnte Wichtigtuer denen es an existenziellen Aufgaben und Sorgen fehlt. Das Schlimmste daran ist, dass sich vor allem die Medien davon beeindrucken lassen.

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