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Vorbilder, Aushängeschilder und Persönlichkeiten im Jahr 2022

Wir neigen dazu, uns auf Missstände, Skandale und auf Ungereimtheiten zu fokussieren, auf Inhalte und Geschichten, die aufwühlen und uns zum Kopfschütteln veranlassen. Tagein tagaus dominiert die negative Schlagzeile. Diese Tendenz steigert vermeintlich die Leserzahlen, bringt uns Menschen aber nicht weiter im Leben. Vermehrt sollten wir unseren Blick auf positive Geschichten und Ereignisse richten; das schafft Motivation und weckt Hoffnung.

Das Jahr 2022 war tatsächlich von vielen erschütternden und negativen Ereignissen und Entwicklungen geprägt. Die weltweiten Herausforderungen haben zugenommen und in vielen Bereichen sind dringend Lösungen und Entspannung herbeizuführen.


Im gleichen Jahr gab es aber auch zahlreiche Lichtblicke, verursacht oder hervorgerufen durch aussergewöhnliche Menschen.


In diesem Beitrag möchte ich drei Persönlichkeiten hervorheben, die mich im Jahr 2022 nachhaltig beeindruckt und inspiriert haben.  


Bundesrat Ueli Maurer

Während seiner gesamten politischen Laufbahn hat er nie die Bodenhaftung verloren. Stets war er nahe bei den Menschen, hatte keine Berührungsängste und nahm sich die Anliegen und Sorgen der Bevölkerung zu Herzen. In schwierigen Zeiten war er meist der einzige Vertreter der Landesregierung, welcher es mit einfacher, verständlicher und ehrlicher Kommunikation fertigbrachte, die Menschen zu erreichen und ihnen Hoffnung zu geben.

Der Auftrag stand bei Ueli Maurer immer im Zentrum, dabei verzichtete er auf glanzvoll und aufwendig inszenierte PR-Auftritte. Mit seinem Rücktritt aus dem Bundesrat verliess Ueli Maurer vor einigen Tagen die grosse Politbühne. Auch bei seiner letzten Amtshandlung ist er sich treu geblieben. Bescheiden und mit einem freudigen «Jauchzer» verliess er ein letztes Mal und mit beiden Füssen auf dem Boden den Parlamentssaal.

Triathletin Nicola Spirig

Unvergessen bleibt der Olympiasieg von Nicola Spirig mit Herzschlagfinale auf den letzten Metern an der Olympiade 2012 in London. Als Olympiasiegerin wurde sie 2012 in der Schweiz zur Sportlerin des Jahres gewählt. Vier Jahre später gewann sie an den Spielen in Rio de Janeiro die Silbermedaille. Insgesamt fünfmal ging sie für die Schweiz an Olympischen Spielen an den Start. Im Laufe ihrer sportlichen Karriere gewann sie zahlreiche Welt-, Europa- und Schweizermeistertitel in den Disziplinen Triathlon, Duathlon und Leichtathletik. Zum Abschluss ihrer Profilaufbahn absolvierte sie diesen Sommer einen Triathlon über die Ironman-Distanz in einer Zeit von unter acht Stunden – Weltrekord!

Nicola Spirig, Mutter von drei Kindern, ist ein Familienmensch und setzt sich seit Jahren mit grossem persönlichem Engagement zusammen mit ihrem Mann Reto Hug für den sportlichen Nachwuchs in der Schweiz ein. Im Rahmen einer nationalen Triathlon- Serie, bietet sie Kindern die Möglichkeit, Freude an der Bewegung und am Sport zu erfahren.

Als sportliches Vorbild, liebevolle Mutter und Powerfrau mit grossem Herzen für die Kinder hat Nicola Spirig vor einigen Wochen ihre herausragende sportliche Karriere offiziell beendet. Sie hat alles gewonnen, was es in ihrem Sport zu gewinnen gibt, und ist aus meiner Sicht eine der grössten Sportlerinnen weltweit. Bescheiden und jederzeit nahbar wird sie sich weiterhin mit vollem Einsatz für die jüngsten Menschen in unserem Land einsetzen.

Tennisspieler Novak Djokovic

Mit seiner strikten Weigerung, sich im Zusammenhang mit dem Corona-Virus impfen zu lassen, hat Novak Djokovic weltweit für Aufsehen, Unverständnis und Erstaunen gesorgt. Obwohl ihm die Teilnahme an diversen grossen Turnieren verwehrt blieb, hat er sich dem Druck der Tenniswelt und insbesondere der Medien nicht gebeugt. Aus persönlicher Überzeugung hat er in diesem Jahr standhaft auf weitere Titel, Rekorde und Siegprämien verzichtet. Mit seinem Verhalten hat er während der herausfordernden Corona-Zeit weltweit vielen Menschen Mut zum Durchhalten gemacht.

Auch beim Karriere-Abschluss von Roger Federer hat er als fairer Sportsmann mit menschlicher Grösse überzeugt. Über Jahre hinweg der unerbittliche sportlicher Rivale von Roger Federer auf dem Tennisplatz, hat Novak Djokovic mit seinem Auftritt und seinen anerkennenden und ehrlichen Worten gegenüber dem grössten Tennisspieler aller Zeiten die Herzen von Millionen Zuschauer berührt. Obwohl er in Zahlen inzwischen über mehr sportlichen Erfolg verfügt als Roger Federer, hat er das Scheinwerferlicht bescheiden gemieden und dieses dem abtretenden Champion überlassen.

Bescheidenheit, Menschlichkeit und Standhaftigkeit

Drei Menschen, die vieles gemeinsam haben. Leistungsdruck, Verantwortung, Aufmerksamkeit in den Medien, herausragenden Erfolg im Beruf, sind sie Publikumsliebling für die einen oder Reizfigur für die anderen geworden. Die Versuchung, unter diesen Voraussetzungen den Boden unter den Füssen zu verlieren, abzuheben und sich dabei im grellen Licht der Sonne zu verbrennen, ist allgegenwärtig. Alle drei sind sie resistent, bescheiden und standhaft geblieben. Drei Persönlichkeiten, die den Kontakt zur realen Welt nie verloren haben und ihren Kontrahenten in Politik oder Sport immer mit Respekt und auf Augenhöhe begegnet sind. Alle drei haben sie sich auf ihre Funktion, ihre Verantwortung und auf ihren Beruf konzentriert. Sie haben sich der Sache vollkommen hingegeben und nicht das Schaulaufen für die Blitzlicht-Galerie gesucht. Diese Eigenschaften führten dazu, dass sie alle in ihrer Disziplin einzigartig und erfolgreich waren.

Diese drei Menschen haben mich in diesem Jahr begeistert, und wir alle sollten ihre entscheidenden Erfolgsfaktoren auch in unserem Umfeld, in unserer Funktion und in unserem Verantwortungsbereich anwenden. Mit Bescheidenheit, Menschlichkeit und Standhaftigkeit können wir zusammen viel erreichen. Insbesondere in Zeiten wie diesen, wo Herausforderungen und Konflikte zunehmen und es darum geht, die Zukunft wieder besser zu gestalten als die aktuelle Gegenwart.

Weihnachtsgruss und Verabschiedung

In diesem Sinne und mit dem Wunsch, dass wir im kommenden Jahr nicht weiter nur zurückzuschauen, sondern stattdessen optimistisch die Zukunft zu gestalten, wünsche ich Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, frohe und besinnliche Weihnachten. Geniessen sie die Zeit mit ihren Familien, Verwandten und Freunden und tanken sie Kraft für ein schwungvolles, positives und erfolgreiches neues Jahr.

Ich selbst werde noch bis Ende Januar 2023 bei der Schweizerzeit arbeiten und danach einer neuen Herausforderung nachgehen. Ich bedanke mich bei der
Schweizerzeit-Familie für ein lehrreiches und spannendes Jahr, in welchem ich als Kampagnenleiter tätig sein durfte. Dankbar blicke ich auf die vergangenen Monate zurück und freue mich auf weitere Begegnungen mit Ihnen allen.

Mit diesem Brisant verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche Ihnen alles Gute und beste Gesundheit!

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Publiziert von Schweizerzeit

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4 Kommentare

  1. Die von Michael Trachsel verfassten Zeilen zu den drei von ihm ausgewählten Persönlichkeiten haben mich so erfreut und ergriffen. Ganz herzlichen Dank dafür. Frau Nicola Spirig und Herrn Ueli Maurer danke ich von Herzen für ihre Tätigkeiten oder ihre Einsätze. Schade, dass viele Menschen solche herzensgute Menschen zu wenig schätzen, achten oder verehren.
    Herr Novak Djokovic werden wir ja noch weiter geniessen können.
    Ihnen, lieber Herr Trachsel, wünsche ich in Ihrer weiteren Tätigkeit viel Erfolg und ebenso viel Ehrlichkeit und Überzeugung, wie Sie dies bei der «Schweizerzeit» getan haben.
    Noch einmal besten Dank für Ihr Engafgement.
    Mit herzlichen Grüssen
    Heinz Küpfer

  2. Schade, dass Herr Trachsel «geht». Doch gute, tüchtige Personen werden überall gebraucht, in der heutigen Zeit besonders. Die Schweiz.Zeit wird mit anderen guten Führern weiter leben, schon Dank ihrer Ethik.
    Ich freue mich auf jeden Fall auf jedes neue Exemplar, welches ich noch lesen darf, auch wenn ich zu «hinterst» anfange.
    Ich wünsche Euch ALLEN, frohe Festtage, viel Erfolg in Beruf und Familie und vor allem im Jahr 2023.

  3. Lieber Michael, sehr, sehr schade. Deine Kompetenzen auch mil. am Herbstanlass im Haus der Freiheit werden fehlen. Wünsche Dir von Herzten alles Gute und doch noch die Frage, was ist und war der Grund?

  4. …»Vermehrt sollten wir unseren Blick auf positive Geschichten und Ereignisse richten…». Genau das versuche ich mir persönlich auch immer wieder in Erinnerung zu rufen – nicht immer mit Erfolg.
    Vielen herzlichen Dank für diesen wunderbaren Artikel.
    Auch Ihnen alles Gute für die Zukunkft!

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