Nein zu Krieg und EU-Unterwerfung. Zurück zur schweizerischen Unabhängigkeit und Neutralität! Rede von Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der Weltwoche. Es gilt das gesprochene Wort.
Rede von Roger Köppel auf Video anschauen (Quelle: SVP des Kantons Zürich):
I. Würdigung Guy Parmelin
Herr Parteipräsident
Herr Bundespräsident
Herr Bundesrat
Herren Altbundesräte, Christoph Blocher und Ueli Maurer
Damen und Herren Regierungs- und Nationalräte
Geschätzte sonstige Würdenträger aller Stufen
Hochverehrte, hochgeachtete, mir in innigster Freundschaft verbundene Kolleginnen und Kollegen der Medien
Meine sehr verehrten Damen und Herren
Liebe Frauen und Männer
Es ist mir eine grosse Freude und Ehre, heute schon zum zweiten Mal an der legendären Albisgüetli-Tagung das Vorprogramm bestreiten zu dürfen für unseren politischen Staatsgast aus der Schweiz!
Diesmal ist es unser Bundespräsident und Parteifreund Guy Parmelin aus der wunderschönen Waadtländer Weinbau-Gemeinde Bursins!
Und mit Blick auf unser heutiges Thema kann ich jetzt schon sagen:
Mehr Parmelin wagen! Auf jeden Fall: Bursins statt Brüssel!
Ganz herzlich willkommen, Monsieur Le Président!
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Das Albisgüetli: C’est le Réduit de la Résistance Suisse! C’est l’Epicentre, c’est le Rütli de la Liberté et de la démocratie en Europe!
Ja, das stimmt! Wir müssen heute die Freiheit und die Demokratie wieder verteidigen. Und der Gegner sitzt in Brüssel!
Aber reden wir zuerst von etwas Erfreulichem, Herr Bundesräsident, der Sie ja ein Winzer sind!
Der Weinbau ist mir äussert sympathisch. Denn der Wein ist das Zweitschönste, was wir Männer vom lieben Gott geschenkt bekommen haben.
Aber passen Sie auf, meine Herren an den Bänken: Ich rate Ihnen allen aus ureigener Erfahrung: Trinken Sie heute Abend nicht mehr, als Ihre Frauen vertragen können!
Meine Damen und Herren:
Wilhelm Tell ist der erste Voll-Held der schweizerischen Eidgenossenschaft!
Und Sie, Herr Bundespräsident, lieber Guy Parmelin Sie sind der erste Zoll-Held der Schweizerischen Eidgenossenschaft!
Nein, es ist unglaublich. Es ist eine Meisterleistung, was Sie geschafft haben. Dass
Sie die 39 Prozent auf 15 Prozent herunterverhandelt haben. Mit gewaltigen Konsequenzen für unsere Wirtschaft, für die Arbeitnehmer, für wie werktätige Schweiz!
Nach Corona, Klima-Hysterie, Energiemisswirtschaft und der Neutralitätsaufgabe im Ukrainekrieg ist dies der erste richtige Erfolg unseres Bundesrates!
Und: Sie haben das nicht mit Notrecht gemacht, sondern mit Schlauheit und Bescheidenheit.
Das muss man würdigen. Vor allem auch die Art und Weise, wie Sie es gemacht haben. Sie haben nämlich das Gegenteil von dem gemacht, was die allermeisten Politiker in Bern machen.
Sie haben sich zurückgenommen. Sie haben sich nicht selber ins Rampenlicht gestellt!
Gernegross: Von denen haben wir viel zu viele im Bundeshaus.
Aber Gerneklein: Die sich klein machen können, wenn es die Sache erfordert. Von denen haben wir viel zu wenig.
Die Medien und die anderen Parteien schäumen vor Verachtung. Kein Wunder: Sie haben Ihnen den Zoll-Hammer aus der Hand genommen, die Trump-Brechstange, mit der sie die Schweiz in die EU hebeln wollten.
Die Freisinnigen maulen. Sie finden: Huuu, das hätte man aber noch viel stärker herunterverhandeln können.
Vorher hatte es ja eine FDP-Vertreterin probiert. Aber das ist ja nicht gerade wahnsinnig gut herausgekommen.
Und hier rächt es sich einmal mehr, dass Karin Keller-Sutter letztes Jahr die freundliche Einladung ans Albisgüetli mit einer billigen Ausrede ausgeschlagen hat.
Es wäre gescheiter gewesen, sie hätte sich inspirieren lassen vom Albisgüetli-Geist. Das wäre besser herausgekommen für die Schweiz, für sie und besser auch für ihre FDP.
Aber Achtung: Jetzt haben Sie, Herr Bundespräsident, bei ihrer Dezemberwahl ein Glanzresultat eingefahren. Sie sind im Allzeithoch. Da wird man misstrauisch. Da kann ja etwas nicht stimmen, wenn ein SVPler so viel Lob bekommt. Vor allem von den Linken und den Medien!
Monsieur, Le Président, faites gaffe! Passen Sie auf! Sie wissen natürlich, was läuft. All die Euroturbos in Bern wollen Sie einlullen, auf ihre Seite ziehen, damit Sie im nächsten Frühling in Brüssel diesen unmöglichen Unterwerfungsvertrag, diesen Schandvertrag, diese Kapitulationsurkunde der freien Schweiz unterzeichnen!
Aber wir rufen Ihnen aus dem Albisgüetli zu: Unterschreiben Sie nicht! Machen Sie es wie damals 2021, als Sie schon einmal in Brüssel einen EU-Deal beerdigt haben. Wenn einer die Kraft dazu hat, dann sind Sie es, dann ist es Bundespräsident Guy Parmelin!
Mehr Parmelin wagen!
Bursins statt Brüssel!
II. Die Schweiz verlottert
Apropos Westschweiz: Nach der fürchterlichen Brand-Katastrophe in Crans-Montana hören wir jetzt: Typisch für die Romandie! Typisch vor allem für den Kanton Wallis! Und erst recht für das Unterwallis!
So etwas könnte bei uns nie passieren. Absolut unmöglich. Nie!
Wenn ich das höre, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Das ist genau die Überheblichkeit, die Nonchalance, die zu solchen Katastrophen führt.
Kleine Fehler können verheerende Katastrophe produzieren. Das ist die Lehre von Crans.
Und Crans: Das ist nicht nur ein Symptom, dass im Kanton Wallis etwas nicht stimmt. Nein, es ist ein Zeichen, dass die ganze Schweiz verlottert!
Ich war in Crans, im ganzen Kanton, habe mit vielen Leuten gesprochen, auch Unternehmern. Alle sagten mir ungefähr das Gleiche.
Wir haben die Verfassung. Wir haben die Gesetze. Wir haben die Politik. Wir haben die Behörden. Wir haben die Kontrolleure!
Wir haben alles. Aber niemand macht die Arbeit.
Jetzt frage ich Sie: Kommt Ihnen das bekannt vor?
Alles ist da, Verfassung, Politik, Verwaltung, aber niemand macht die Arbeit.
Mir kommt das sehr bekannt vor.
Dezember 2016: Masseneinwanderungsinitiative. Höchstzahlen, Kontingente. Wir steuern die Zuwanderung selber.
Wir hatten alles: Volksentscheid. Verfassungsartikel. Parlament. Verwaltung. Alles ist da. Aber niemand macht die Arbeit. Keine Umsetzung!
Aber nicht aus Fahrlässigkeit. Sondern mit Absicht! Mit Vorsatz!
Ausschaffungsinitiative. Schwerkriminelle Ausländer müssen die Schweiz verlassen. Alles war da: Volksentscheid. Verfassungsartikel. Politik. Behörden. Aber niemand macht die Arbeit. Arbeitsverweigerung!
Unser Asylminister Beat Jans – der zuschaut, nichts macht, wenn Tausende von zum Teil kriminellen Asylbewerbern in die Schweiz kommen – ist kein Walliser!
Nach 25 Jahren Asylchaos sind seit 2000 655’000 Ausländer allein über die Asylschiene in die Schweiz gekommen.
Die meisten sind gar nicht anerkannt. Sie sind «vorläufig aufgenommen». Das ist auch so ein Gaunerwort. Denn «vorläufig aufgenommen» heisst: für immer.
Hören wir doch auf, über den Kanton Wallis zu schimpfen. Schauen wir besser in den politischen Saustall der Schweiz.
Übrigens: Es waren keine Walliser, die die Swissair und die Credit Suisse in den Sand gesetzt haben.
Aussenminister Ignazio Cassis ist auch kein Walliser. Es ist Bundesrat Cassis, der im Ukrainekrieg die Neutralität preisgegeben und die Schweiz zur Kriegspartei gegen die Atommacht Russland gemacht hat durch die Übernahme der EU-Sanktionen.
Wirtschaftskrieg ist auch Krieg, meine Damen und Herren!
Und der Bundesrat ist wahnsinnig, die Schweiz in einen Krieg gegen Russland reinzuziehen!
Ebenfalls kein Walliser ist Wehrminister Martin Pfister! Martin Pfister will unbedingt in die Nato hinein, in ein Militärbündnis, das faktisch gegen Russland Krieg führt.
Ausgerechnet jetzt, da sich in Grönland womöglich bald zwei Nato-Staaten auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen.
Ich weiss gar nicht, in welche Nato Bundesrat Pfister gehen möchte. In die Nato der Amerikaner? Oder in die Nato der Grönländer und Dänen?
Das ist brandgefährlich!
Der Bundesrat zäuselt mit der Nato, er zäuselt mit dem Ukrainekrieg!
Und wir in der Schweiz haben doch nicht einfach das Problem, dass ein korsischer Inferno-Wirt in seiner unterirdischen Bar im Kanton Wallis mit pyrotechnischem Feuerwerk herumjonglieren lässt!
Nein, meine Damen und Herren!
Die Pyromanen sitzen in der Politik, sie sitzen in Moskau, sie sitzen in Kiew, sie sitzen in Brüssel, sie sitzen in Washington, aber sie sitzen auch in Bundesbern.
Und wir müssen diese Zäusler, diese Pyromanen und Brandstifter stoppen, bevor sie die ganze Schweiz anzünden!
III. Rückkehr der Raubtiere
Ja, wir leben in gefährlichen, in unsicheren, in unberechenbaren Zeiten. Das sollte eigentlich allen längst klar sein.
Wir sehen die Entstehung einer neuen Weltordnung. Es ist die Rückkehr der Nationen, die Rückkehr der nationalen Interessen, die Rückkehr der Raubtiere und die Rückkehr der Revierkämpfe.
Die alten Regeln gelten nicht mehr. Völkerrecht und Bündnisse bieten weder Schutz noch Sicherheit!
Die Fleischfresser sind wieder da, aber leider werden wir in der Schweiz von Vegetariern regiert.
Putin marschierte in die Ukraine ein. Er sagte: Jetzt reicht’s! Ich will keine Nato in meiner unmittelbaren Einflusszone! Das Völkerrecht wird einfach kaputtgetrampelt.
Raubtiere sichern ihre Reviere.
Trump macht es militärisch viel besser, aber eigentlich genau gleich: Er marschiert in Venezuela ein. Und sagt: Mir reicht’s! Ich will nicht, dass Maduro seine gigantischen Öl-Reserven an Russland und an China verkauft. Das Völkerrecht spielt keine Rolle.
Trump sagt: Ich brauche das Völkerrecht nicht. Das Völkerrecht bin ich!
Und China? Es würde mich nicht wundern, wenn die Chinesen bald Taiwan übernähmen.
Meine Damen und Herren: Ich sage nicht, dass das gut ist. Aber es ist die Wirklichkeit.
Macht bricht Recht. Und das, was wir Völkerrecht nennen, war immer Ausdruck der Machtverhältnisse. Ändern sich die Machtverhältnisse, ändert sich das Völkerrecht!
Jetzt Grönland: Das ist wie ein landgestützter Riesenflugzeugträger am Scheitel Nordamerikas. Die Amerikaner sagen: Das ist unsere Einflusszone. Gehen wir nicht rein, machen es die Chinesen oder die Russen.
Vermutlich haben sie recht, aber die Dänen wollen Grönland nicht hergeben. Gibt es bald Krieg zwischen zwei Nato-Staaten?
Das ist die neue Welt. Was heisst das für einen Kleinstaat wie die Schweiz?
Wir können den Sturm nicht stoppen. Aber wir müssen wieder lernen, im Sturm zu segeln.
Und was ist das Wichtigste im Sturm? Das weiss jeder Kapitän: Ich muss meine Segel selber setzen können.
Unabhängigkeit! Beweglichkeit! Flexibilität! Bereit, gewappnet sein für jede Überraschung: Das ist entscheidend.
Es kann jederzeit und überall zu einem Konflikt kommen. Und die Schweiz ist eine Maus, kein Elefant, sie muss aufpassen, dass sie zwischen den Eisplatten, die da draussen aufeinanderprallen, nicht erdrückt wird!
Blockdenken ist tödlich. Frei bleiben, ungebunden!
Konzentration aufs Wesentliche, Ballast abwerfen: Haben wir genügend Energie? Könnten wir uns im Kriegsfall selber ernähren? Haben wir eine Armee, die stark genug ist, um einen möglichen Aggressor abzuschrecken?
Keine Feinde! Gute Beziehungen mit allen, vor allem den Grossen, mit Amerika, China, aber auch mit Russland.
Diplomatie wird wieder wichtig, aber nicht mit dem Zeigefinger, sondern um zu verstehen, um gemeinsame Interessen auzuloten:
Schlichten statt richten!
IV. Die EU steht für Krieg und wirtschaftlichen Niedergang
Der Bundesrat sagt: Nur die EU kann die Schweiz noch retten! Nur die EU bringt uns Sicherheit und Wohlstand! Nur die EU schützt uns vor den internationalen Stürmen.
Meine Damen und Herren, wer so etwas sagt, hat den Kontakt zur Wirklichkeit verloren!
Oder er lügt.
Keiner, der heute noch bei klarem Verstand ist, kann der Schweiz raten, auch nur einen Millimeter näher an diese EU zu rücken.
Die EU ist aus noblen Motiven entstanden: Frieden, Freiheit und Wohlstand für Europa nach zwei verheerenden Weltkriegen.
Heute aber steht die EU fürs Gegenteil.
Nicht Putin, Xi oder Trump sind die grösste Bedrohung für Europa. Nein, Brüssel ist heute die grösste Gefahr für Frieden, Freiheit und Wohlstand in Europa.
Und in der Schweiz!
Wohlstand:
Die EU verliert seit Jahrzehnten dramatisch an Wohlstand.
1980 hatte der EU-Raum noch über 90 Prozent Wohlstand pro Kopf gegenüber den USA. Heute liegt der EU-Raum bei unter 70 Prozent.
Vor ein paar Jahren kostete der Euro 1 Franken 60. Heute sind es noch 93 Rappen.
Deutschland und Frankreich, ehemalige Paradestaaten der EU, sind heute Sanierungsfälle. Trümmerhaufen. Tragisch.
Wer den Weg von Deutschland oder Frankreich gehen will, der gehe in die Europäische Union.
Ein deutscher Berufsmann verdient heute netto im Durchschnitt 2500 Franken. Hochgerechnet. In der Schweiz liegen wir bei 5500 Franken netto.
Die schlauen Inder und Chinesen gehen heute nicht nach Europa, sie gehen nach Amerika.
Die EU startete mit Liberalisierung. Dann kam die Regulierung. Heute sind wir bei der Strangulierung.
Brüssel ist ein Bürokratiemonster. 2000 Erlasse auf 150’000 Seiten. Pro Jahr! Diese Bleiplatte will man jetzt auch auf die Schweiz legen.
Ausser neuen Vorschriften und Verboten erfindet die EU nichts. Ihre letzte Innovation ist der neue Verschluss an PET-Flaschen. Das sagt eigentlich schon alles. Flaschen denken über Flaschen nach!
Wer sagt, diese EU bringe der Schweiz mehr Wohlstand, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank!
Sicherheit:
Die EU bringt nicht mehr Sicherheit. Die EU bringt Krieg. Ja: Die EU steht heute für Krieg.
Brüssel rüstet auf zum Krieg gegen Russland. Brüssel macht alles, um den Krieg in der Ukraine in Gang zu halten, aber nichts, um ihn zu beenden.
Brüssel legt sich quer im Friedensprozess zwischen den USA und Russland. Die EU sendet Waffen, Waffen und noch mehr Waffen in den Osten.
Frankreich, Grossbritannien und vielleicht sogar Deutschland wollen Soldaten in die Ukraine schicken. Gegen den Willen von Russland. Das heizt die Kriegsstimmung noch mehr an.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht offen davon, die EU auf «Kriegswirtschaftsmodus» umzustellen, «war econonomy mode».
Die EU steckt im Krieg. Darum wird sie auch immer autoritärer und diktatorischer.
Nehmen Sie den Fall Belgien: Brüssel will russische Staatsvermögen stehlen. Die Belgier wehren sich, doch vor allem Deutschland macht massiven Druck.
Nehmen Sie den Fall des Schweizer Generalstabsobersten Jacques Baud. Der landet wie ein Schwerverbrecher auf der Sanktionsliste der EU.
Konten gesperrt. Reisefreiheit gesperrt. Wer ihm hilft, macht sich strafbar. Mittelalter.
Warum? Weil er für Russland spionierte? Nein: Weil er seine Meinung sagt, weil er eine andere Meinung hat als die in Brüssel.
Wenn Sie eine andere Meinung haben als Brüssel, dann kommen Sie an die Kasse. Wissen Sie, was das ist? Das ist der neue Gessler-Hut!
Man muss den Bückling machen. Aber nicht nur das. Die von der EU nehmen den Hut, drehen ihn um, und wir Schweizer können dann auch noch unser Geld hineinwerfen!
Freie Gesellschaften verbieten «falsche» Meinungen nicht. Sie widerlegen sie. Nur Diktaturen sperren Andersdenkende ein oder sanktionieren sie.
Das ist die EU: Wer die EU ins Land holt, holt den Krieg ins Land. Zäuselt mit der Schweiz! Und zündet Sie von innen an!
Ja, von innen!
Schauen Sie doch, was Bundesrat und Parlament mit diesen neuen EU-Verträgen machen wollen. Sie streichen das Ständemehr. Entmachten die Kantone. Die Kantone sollen nichts zu sagen haben.
Das ist eine Kriegserklärung gegen innen. Das ist ein Verrat des Bundesrats und des Parlaments an der Schweiz, an den Kantonen, an unserem föderalistischen Erfolgsmodell seit 1848!
Kein Wunder, wehren sich kritische Stimmen gegen diesen Staatsstreich von oben. Bereits ist die Rede von Abspaltung bestimmter Gebiete von der Schweiz.
Die Spaltpilze aber sind nicht die, die solche Ideen wälzen. Die Spaltpilze sind die, die das Ständemehr ausschalten.
Nein: Die EU vergiftet mit ihrem autoritären Gehabe heute schon die Schweiz!
V. Die Schweiz regiert sich selbst!
Jetzt aber sagen sie in Bern: Die neuen EU-Verträge bedeuten keine Unterwerfung. Die Schweiz bleibt die Schweiz!
Das ist eine glatte Lüge. Natürlich ist es eine Unterwerfung.
Es ist ein institutioneller Vertrag. Die EU ist das institutionelle Gegenteil der Schweiz. Die EU ist von oben nach unten aufgebaut, die Schweiz von unten nach oben.
Wenn sie zwei gegensätzliche Institutionen zusammenschrauben, gewinnt die grössere. Das war schon immer so.
Doch die Euroturbos behaupten: Die EU könne verschweizern. Am Schweizer Wesen solle die EU genesen. Das ist der reine Grössenwahn.
Hongkong hat nicht China übernommen. Sondern umgekehrt. Und nicht mal das grosse Deutschland kann verhindern, dass es von der EU heruntergezogen wird.
Die wichtigste Frage in der Politik heisst: Wer macht die Gesetze? Sind das wir Schweizer, oder sind das die Funktionäre der EU?
Und mit dem neuen EU-Vertrag gilt ganz klar: Die EU macht die Gesetze in der Schweiz.
EU-Recht gilt. EU-Recht bricht Schweizer Recht.
Und Brüssel bestimmt über Zuwanderung, Verkehr, Landwirtschaft, Strom, Gesundheit und Lebensmittel bis hinein in unsere Speiseröhren.
Unter EU-Recht, unter EU-Richtern, unter EU-Sanktionen gibt es keine Schweizer Gesetze mehr, haben wir Schweizer nichts zu sagen.
Brüssel diktiert. Brüssel kassiert. Die Schweiz pariert und kapituliert. Das ist der EUVertrag, den uns Bundesrat und Parlament aufzwingen wollen!
Und darauf kann es nur eine Antwort geben: Nein. Niemals. Nie und nimmer!
Der erste Schweizer Bundespräsident von 1848, der Zürcher Jonas Furrer, sagte den europäischen Grossmächten, als sie sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischen wollten:
«Die unabhängige Schweiz wird sich weiterhin selbst regieren.»
Genau dies, so knapp und klar, müsste der Bundesrat auch heute Brüssel sagen.
Vor allem in stürmischen, in Kriegszeiten muss die Schweiz ihre Unabhängigkeit sichern und verteidigen. Politisch, wirtschaftlich und militärisch.
Und das bedeutet: Die Schweiz muss auch zurück zur vollen, zur immerwährenden, bewaffneten und umfassenden schweizerischen Neutralität.
Der Bundesrat hat kein Recht, die Neutralität «flexibel» zu gestalten, mal so, mal anders. Bei Krieg und Frieden, Leben und Tod darf es keine Flexibilität geben.
Lesen wir, was der NZZ-Chefredaktor Willy Bretscher nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht in Polen geschrieben hat – am 17. Oktober 1939:
«Die Neutralität der Schweiz ist uneingeschränkt, absolut. Sie unterliegt keinen Vorbehalten, keiner Differenzierung mehr. (…) Sie bedeutet die bedingungslos gleiche Behandlung beider Parteien in einem kriegerischen Konflikt durch die neutrale Schweiz. (…) Hinter diesen Massnahmen der Behörden steht der Wille des gesamten Schweizer Volkes. Die unbedingte Wahrung der Neutralität ist für das Schweizervolk eine Selbstverständlichkeit, die durch den Umstand, dass das gleiche Schweizervolk auch seine bestimmten Meinungen über den Krieg hat, gar nicht berührt wird.»
Das ist wichtig. Es gibt ja auch in unseren Reihen einige, die die Neutralität nur lauwarm, mit angezogener Handbremse verteidigen.
Viele trauen sich nicht, weil sie der Propaganda glauben, die behauptet, wer neutral ist, der helfe dem Aggressor, der helfe Putin.
Das ist falsch. Die staatliche Neutralität hat nichts damit zu tun, sie berührt nicht einmal, wie ich persönlich denke über einen Krieg.
Und noch einmal Willy Bretscher:
«Der schweizerische Staat ist neutral und wird auch neutral bleiben», jede willkürliche Veränderung des Neutralitätsbegriffes müsse als «unstatthaft und gefährlich» zurückgewiesen werden!
Also auch hier: Keine Bicoflex-Neutralität!
Meine Damen und Herren!
Die Neutralität ist das Einzige, was uns international bestehen lässt. Die Neutralität hat einen unschätzbaren Wert für unser Land.
Der Neutrale macht sich keine Feinde. Das gibt Schutz. Aber das allein reicht nicht. Es braucht auch eine starke Armee.
Doch die Neutralität ist nicht nur Schutzschild und Lebensversicherung: Sie ist auch nützlich für die Grossen.
Gerade im Krieg braucht es diesen weissen Flecken auf der Landkarte, wo die Kriegsparteien verhandeln, Frieden schliessen können.
Solange die Schweiz nützlich ist mit ihrer Neutralität, haben die Grossen ein gewisses Interesse, dass die Schweiz besteht und in Ruhe gelassen wird.
Ohne ihre Neutralität ist die Schweiz nichts, nur ein weiterer kleiner Staat, den man nach Belieben plündern kann.
Meine Damen und Herren:
Unsere Eliten in Bern haben die Schweiz innerlich schon aufgegeben. Sie glauben nicht mehr an die Schweiz, an ihre Unabhängigkeit und Neutralität.
Darum gehen sie in die EU und die Nato.
Wir von der SVP sagen: Das ist genau der falsche Weg.
Im Sturm, in Kriegszeiten müssen wir nicht bei anderen unterkriechen, sondern unabhängig bleiben, neutral bleiben, selber bestimmen und schlau und schnell zwischen den grossen Blöcken navigieren.
Nicht die EU sichert den Frieden und den Wohlstand in der Schweiz. Wir Schweizer sichern den Frieden und den Wohlstand in der Schweiz, wenn wir die Kraft haben, an unseren Staatssäulen festzuhalten:
Direkte Demokratie
Starke Kantone
Immerwährende, bewaffnete, umfassende Neutralität ohne Entschuldigung und ohne Wenn und Aber!
Die Schweiz ist die älteste und erfolgreichste Selbsthilfeorganisation der Welt. Und das ist ihre Überlebenstechnik!
Vor 33 Jahren führte Christoph Blocher fast einsam und allein den Kampf gegen Brüssel und für die Schweiz. Heute sehe ich viele Blochers in diesem Saal.
Schweizerinnen und Schweizer, die unsere Schweiz nicht aufgegeben haben, die an die Schweiz glauben und die für Schweiz kämpfen werden wie Christoph Blocher.
Darum rufe ich Ihnen zu aus tiefer Überzeugung!
Nein zur kriegerischen EU!
Nein zum Brüsseler Bürokratiemonster!
Nein zum neuen Gessler-Hut der Meinungszensur und autoritären Bevormundung!
Ja zur Freiheit!
Ja zum Wohlstand!
Ja zu Demokratie und Neutralität!
Bursins statt Brüssel!!
Viva la Svizra!
Es lebe die Schweiz!
Vive la Suisse!
Viva la Svizzera!

