in

Die Fronten klären sich

Klartext-Kolumne des Chefredaktors – in jeder Printausgabe der Schweizerzeit.

Eine nie dagewesene Welle antiisraelischer bis antisemitischer Agitation überflutet unsere Lande. Besonders betroffen: die Hochburgen der linken Woke-Schickeria in ganz Mittel- und Westeuropa. Auch in der Schweiz werden dieser Tage landesweit namhafte Bildungseinrichtungen von zahlenstarken Studentenmobs besetzt. Erst die ETH Lausanne, dann die Unis in Basel, Bern und Genf. Wenn sie einen explizit linken Anstrich haben, ist es aufgepeitschten «Studentenkollektiven» offenbar möglich, ungehindert öffentliche Räume in Beschlag zu nehmen und dabei – teils sekundiert von ihren Professoren – radikale Propaganda zu verbreiten. Man stelle sich den Aufschrei vor, junge Bürgerliche würden ähnlich handeln.

Die «pro-palästinensischen», woke-linken Studenten halten sich für unfassbar progressiv, wenn sie ihre Forderungen, wie jene nach einem «Wissenschaftsboykott Israels», skandieren. Dabei ist ihre Agenda in Wahrheit in weiten Teilen nichts anderes als antisemitische Hetze. Ich bin weiss Gott kein Freund davon, bei jeder Gelegenheit die Antisemitenkeule zu schwingen, wie das – auch das muss man sagen – einige jüdische Akteure in der Vergangenheit leider inflationär getan haben – und zwar vorwiegend, wenn es gegen uns Rechte ging. Vielleicht gibt es auch bei jenen jüdischen Kreisen, welche die Gefahr von links und vom politischen Islam lange ausgeblendet haben, endlich ein Umdenken.

Wenn Ableger von Studentenprotesten nun offen mit islamistischen Israelfeinden kooperieren, die Hamas-Verbrechen verharmlosen und Israel auf unhaltbare Weise «genozidale» (laut Duden «Völkermord betreibende») Kriegshandlungen vorwerfen, hat dies mit legitimer Israelkritik nicht mehr das Geringste zu tun. So hat es auch etwas Befreiendes, dass sich nun die Fronten klären. Auf der einen Seite stehen völlig enthemmte woke-linke Kreise, aus denen der Hass gegen Israel nur so raussprudelt. Auf der anderen Seite stehen die Normalos – die schweigende Mehrheit, die Bürgerlichen, die Solid-Rechten, welche die Relationen wahren und pragmatisch bleiben.

Es sind bezeichnenderweise jene linkstotalitären Gruppen besonders anfällig für Anti-Israel-Hetze, die noch vor Wochen hysterisch mit dem Finger auf die AfD (und hierzulande auf die Junge SVP) gezeigt und «nie wieder Faschismus» gebrüllt haben. Seien wir gespannt, ob die Massenmedien nun auch so penetrant Distanzierungen einfordern, wie sie es seit Jahren gegenüber der SVP zu tun pflegen.

Diesen Beitrag bewerten

1.6k Punkte
Upvote Downvote

Publiziert von Anian Liebrand

Anian Liebrand ist seit April 2024 Chefredaktor der «Schweizerzeit». Er ist selbständiger Unternehmer, Inhaber und Geschäftsführer der Politagentur.ch GmbH. Er ist seit Jugendjahren politisch aktiv und amtete u.a. als Präsident der Jungen SVP Schweiz.

Stopp Antisemitismus-Import

Wer ist die WHO?